Wolmirstedt l Das einen Hektar große Areal gilt als beste Innenstadtlage. Nun hat sich ein Investor gefunden, der das Gelände kaufen und entwickeln möchte. Mehrgenerationen-, Einfamilien- und Doppelhäuser sollen entstehen. Vorerst wird ein Bebauungsplan aufgestellt. Dem hat der Stadtrat bereits zugestimmt und damit einen ersten Schritt für die künftige Bebauung ermöglicht.

Das Gebiet, das unter dem Titel „Alte Kegelhalle“ geführt wird, liegt im Stadtumbau- und Sanierungsgebiet. Das bedeutet, dass die Stadt für Planungskosten des Bebauungsplanes und die Altlastenuntersuchungen Fördermittel aus dem Programm „Stadtumbau Ost“ beantragen kann. Weiterhin hat die Stadt bei der Gestaltung der Häuser ein Wörtchen mitzureden. Dabei soll ein besonderes Augenmerk auf den ehemaligen Klosterhäusern an der Bahnhofstraße liegen. Sie stehen unter Denkmalschutz und mit ihnen soll das neue Wohngebiet eine Symbiose eingehen, heißt es in der Beschlussvorlage, auf deren Grundlage der Stadtrat abgestimmt hat.

Noch stehen auf diesem Gelände Garagen. Die sollen mit Blick auf die Neubebauung weichen. Anschließend soll geprüft werden, ob im Boden Altlasten oder Bodenverunreinigungen enthalten sind.

Die Bebauung dieses Areals folgt den Empfehlungen, die im Stadtentwicklungskonzept erarbeitet wurden. Darin wird gefordert, die Kernstadt zu stärken, mehr Bürgern das Wohnen in der Innenstadt zu ermöglichen und dafür Flächen, die bisher brach liegen, im Sinne einer kompakten Bebauung verstärkt zu erschließen.

Dem Gedanken folgen bereits die beiden großen Wohnungsgesellschaften Allgemeine Wohnungsgenossenschaft (AWG) und Wolmirstedter Wohnungsgenossenschaft (WWG).

Die AWG hat bereits am Akazienweg und in der Farsleber Straße neue Häuser errichtet und beginnt demnächst in der Damaschkestraße zu bauen. Die WWG will in einem halben Jahr mit dem Bau dreier Stadtvillen an der Geschwister-Scholl-Straße beginnen und hält sich Möglichkeit offen, auch auf anderen Leerflächen solcherlei Häuser zu errichten.

Auch nah an der alten Kegelhalle verfolgen Investoren ernsthafte Pläne. Für die Freifläche Julius-Bremer-Straße, zwischen Seniorenwohnpark und BFZ, gibt es mit dem Deutschen Roten Kreuz und die E&K Bauträger GmbH Magdeburg sogar zwei Interessenten.

Das DRK plant eine Wohnanlage, in der auch Leistungen für Senioren angeboten werden. Die E&K Bauträger GmbH hat ein Demenzkompetenzzentrum konzipiert. Welcher der beiden Bewerber den Zuschlag bekommt, ist noch nicht entschieden. Beide rechnen mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren.