Kuunst und Kultur

Wolmirstedt plant ein großes Fest für alle Menschen

Mit den immer größer werdenden Lockerungen in der Region, soll nun auch in Wolmirstedt das Leben Schritt für Schritt wieder nach oben gefahren werden. Dafür plant die Stadt ein großes Fest, welches ausdrücklich kein Stadtfest sein soll.

Von Tom Wunderlich
Bürgermeisterin Marlies Cassuhn (l.) plant mit ihrer Büroleiterin Christiane Pazdyka das große Fest am 2. Oktober 2021. Die beiden betonen, dass das Fest keien Stadtfest-Carakter haben soll.
Bürgermeisterin Marlies Cassuhn (l.) plant mit ihrer Büroleiterin Christiane Pazdyka das große Fest am 2. Oktober 2021. Die beiden betonen, dass das Fest keien Stadtfest-Carakter haben soll. Foto: Tom Wunderlich

Wolmirstedt - Stark fallende Inzidenzen machen in der Region Hoffnung auf größeres. In vielen Bereichen kann mittlerweile wieder geöffnet werden. So findet bereits jetzt am Wochenende die erste Großveranstaltung mit mehreren Hundert Besuchern unter freiem Himmel im auf der Festwiese im Küchenhorn statt. Auch die Stadtverwaltung will ihren Beitrag zur wiedergewonnenen Freiheit leisten und plant großes. Federführend sind hierbei Bürgermeisterin Marlies Cassuhn und Christiane Pazdyka.

Bis dahin allerdings noch viel Zeit und noch einiges vorzubereiten. „Wir wollen am 2. Oktober diesen Jahres ein großes Fest veranstalten“, erklärt die Bürgermeisterin mit Blick in die Zukunft. „Eines will ich aber gleich vorweg klarstellen. Dieses Fest soll auf keinen Fall den Charakter eines Stadtfestes haben.“ Trotzdem werde es mehrere Veranstaltungsorte geben. „Unser Plan ist, dass wir alle Ortschaften mit einbinden“, so Cassuhn weiter. Demnach seien als Veranstaltungsorte die Museumsscheune in Wolmirstedt, das Sportlerheim in Elbeu, Webers Hof in Farsleben und das Kulturhaus in Mose geplant. Entsprechende Vorberatungen habe es bereits innerhalb der Ortschaftsräte gegeben. „Wir haben von allen positives Feedback erhalten. Außer von den Glindenbergern. Die haben bereits abgelehnt, an der Veranstaltung teilzunehmen.“ Die Bürgermeisterin findet das schade, immerhin sei auch Glindenberg ein Teil von Wolmirstedt und somit auch Teil des großen Festes. Angedacht war, dass alle Ortsteile zur gleichen Zeit an unterschiedlichen Orten zu den gleichen Rahmenbedingungen feiern. „Ich würde mir wünschen, dass sich die Bürger der Ortschaften auch gegenseitig an diesem Abend besuchen.“

Stadt will Finanzmittel bereitstellen

Das Fest selber soll lediglich am Abend des 2. Oktobers steigen und nicht mehr als eine Abendveranstaltung sein. „Unser Plan ist, dass wir uns nach dieser pandemischen Lage wieder alle zusammensetzen können“, so Cassuhn weiter. Natürlich müsse auch weiterhin genau beachtet werden, wie sich der Verlauf der Corona-Pandemie entwickle. „Man weiß ja nie, welche Mutationsvariante noch auf uns wartet, aber wir sind erstmal zuversichtlich.“

Um im Falle einer Absage den Schaden so gering wie möglich zu halten, wolle man auch den Aufwand für das Fest so gering wie möglich halten. Man wolle keine Bühnen oder ähnliches aufbauen, sondern die vorhandenen örtlichen Gegebenheiten nutzen. „Und vor allem möchten wir, dass alle Beteiligten gleichermaßen mithelfen, dieses Fest zu einem Erfolg zu machen“, erklärt die Bürgermeisterin weiter. Deshalb seien alle Akteure in den jeweiligen Ortschaften aufgerufen, ihre Lokalitäten so zu vorzubereiten, wie sie es möchten. Sei es das Rahmenprogramm oder die Versorgung. „Wir lassen da allen freien Lauf bei der Gestaltung ihres Abendprogramms.“

Natürlich will die Verwaltung vor allem mit finanziellen Mitteln bei der Gestaltung des Festes mithelfen. „Die Verwaltung möchte die finanziellen Mittel, die im Haushaltsplan 2021 für die Kulturmagnete eingestellt sind, für die musikalische Umrahmung, die Künstlersozialkasse sowie die GEMA-Gebühren einsetzen“, erläutert Cassuhn weiter.

Gemeinsam zusammen statt einsam allein

Ein ungefähren Rahmen für das Kulturprogramm gibt es bereits dennoch. „Aktuell überlegen wir, ob für Senioren bereits am Donnerstag eine Veranstaltung geben soll und wie diese aussehen könnte“, erzählt die Büroleiterin der Bürgermeisterin Christiane Pazdyka. Am Freitag werde zudem eine Veranstaltung aus 2020 nachgeholt. „Hierbei handelt es sich um das Duo Capriccio mit Programm 'Als ich fortging - Der Soundtrack unserer Jugend'." Hier gehe es um Musik aus der ehemals Deutschen Demokratischen Republik. Am Samstag sei dann das Fest geplant.

Hier wird zudem der Saxophonist Noah-Benedikt durch die Ortschaften touren und kleine Einlagen zum besten geben. „Letztendlich geht es an diesem Abend um uns alle als Bürger dieser Stadt. Es soll ein Zeichen gesetzt werden, dass wir nun wieder gemeinsam und optimistischer in die Zukunft blicken können“, erklärt Marlies Cassuhn. Man wolle sich von den oft schweren Zeiten der letzten Monate verabschieden.