Barleben l Die Gemeinde Barleben will sich fit machen für die Zukunft. Unter dem ehrgeizigen Titel „Barlebens Agenda 2030“ arbeitet die Verwaltung an der Erstellung eines sogenannten Entwicklungskonzeptes. Das Ziel: Barleben, Meitzendorf und Ebendorf sollen als Arbeits- und Wohnorte weiterhin gefragt sein und Anziehungskraft ausüben.

Entwicklungskonzept gesucht

Seit einigen Monaten läuft in Zusammenarbeit mit der Agentur FUTOUR aus Hannover bereits eine Umfrage, an der die Bürger entweder per Fragebogen oder auf der Internetseite der Gemeinde teilnehmen können. Rundheraus kann man dabei ansprechen, was einem derzeit in dem Ort nicht gefällt und an welchen Stellen Verbesserungsmöglichkeiten bestehen.

Ergänzt wird dieses Angebot durch „Leitbildwertkstätten“. Hinter dem etwas sperrigen Begriff, verbürgt sich ein durchaus lebendiges Konzept. Bürger treffen auf Mitarbeiter der Stadtverwaltung, um direkt ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und zu diskutieren. Am Dienstag fand die Premiere in der Aula der Gemeinschaftsschule statt.

Direkter Dialog mit den Bürgern

„Wir treffen hier direkt auf die Einwohner. Das ist wirklich ein großer Vorteil des Formats“, schätzte Barlebens Bürgermeister Frank Nase ein. Auch mit der Resonanz war er zufrieden. 40 Teilnehmer hatten de Weg auf sich genommen. „Wenn man berücksichtigt, dass wir Ferien haben, eine ordentliche Zahl“, erklärte Frank Nase. Gemeinderatsmitglied Edgar Appenrodt (Freie Wähler/Piraten schränkte jedoch ein, dass gut zehn Teilnehmer Mitarbeiter der Verwaltung gewesen seien.

Die Atmosphäre war dabei konzentriert und konstruktiv. Zunächst hatte FUTOUR-Mitarbeiter Johannes von Korff einen ersten Einblick in die Ergebnisse der Bürgerbefragung gegeben. Bisher wurden Fragebögen im niedrigen dreistelligen Bereich zurück an die Verwaltung gegeben.

Anschließend ging es an die drei Thementische. Immer wieder wurden in diesem Zusammenhang Stichwörter auf Zettel geschrieben und an improvisierte Tafeln geheftet.

Drei inhaltliche Schwerpunkte

Im Verlaufe der Diskusission, die sich um die drei Schwerpunkte „Bauliche Entwicklung und bedarfsgerechte Infrastruktur“, „Wirtschaft, Klimaschutz und Umwelt“ und „Daseinsvorsorge, Bürgerschaft und Familie“ drehten, kristallisierten sich zwei Schwerpunkte heraus. Einerseits die medizinische Versorgung, andererseits die Verfügbarkeit von schnellem Internet. Vor allem die Sehnsucht nach Breitbandanschlüssen scheint unverändert stark zu sein.

Bei diesem Thema war der Diskussionsbedarf am höchsten. Zeitnahe Lösungen konnten am Dienstag naturgemäß nicht geliefert werden. An genug Anregungen mangelte es aber nicht.