Zerbst l 22 Kameraden verschiedener Ortswehren der Einheitsgemeinde in der Zerbster Wache haben ihre Prüfungen zum Truppmann abgelegt. „Außerdem standen für elf Frauen und Männer aus den Wehren die Prüfungen zum Kettensägenführer an“, sagt der stellvertretende Stadtwehrleiter Sven Klarenbach. Bei letzterer handele es sich um eine Kreisausbildung.

Alle Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren müssen die gleiche Ausbildung zum Truppmann durchlaufen. Diese erfolgt in zwei Teilen. Ziel der Truppmannausbildung Teil 1 ist die Befähigung zur Übernahme von grundlegenden Tätigkeiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz in Truppmannfunktion unter Anleitung. Die Ausbildungsziele sind so gestaltet, dass sie aufeinander aufbauen. Damit ist gewährleistet, dass die Lehrgänge streng funktionsgebunden gestaltet werden. Unnötige Vorgriffe und Wiederholungen sind somit ausgeschlossen.

Lehrgang dauert 70 Stunden

Die Dauer des Lehrgangs beträgt mindestens 70 Stunden (je 45 Minuten), darunter unter anderem 16 Stunden Erste Hilfe. Die Ausbildung soll unter Berücksichtigung feuerwehrspezifischer Belange von den Hilfsorganisationen durchgeführt werden. Außerdem stehen 54 Stunden allgemeine Feuerwehrausbildung auf dem Stundenplan. „Hier geht es natürlich um die Einsatzfahrzeuge, technische Hilfeleistungen beispielsweise bei Unfällen oder das Setzen von Standrohren an Hydranten“, erläutert Thomas Erxleben, Ausbilder und stellvertretender Ortswehrleiter der Deetz-Badewitzer Ortswehr.

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Die Truppmannausbildung Teil 2 - eine mindestens zweijährige Ausbildung (80 Stunden, ebenfalls je 45 Minuten) – erfolgt innerhalb der Einheit im Einsatz- und Ausbildungsdienst. „Das heißt, die angehenden Truppmänner und -frauen fahren mit zu Einsätzen und lernen so die Praxis kennen“, sagt Erxleben.

Theoretische und praktische Prüfungen

Neben den Grundtätigkeiten, die von allen erlernt werden müssen, gilt es insbesondere Fachkenntnisse für bestimmte Funktionen und Sonderbereiche für den eigenen Standort und Ausrückebereich zu vermitteln. Insbesondere sollen hier die Kenntnisse vertieft und die Praxis bei den verschiedenen Einsätzen eingeübt werden. Die Truppmannausbildung ist erst nach erfolgreicher Teilnahme an Teil 1 und Teil 2 abgeschlossen. Die Teilnehmer müssen sowohl eine theoretische, als auch eine praktische Prüfung ablegen“, so Sven Klarenbach.

Ähnlich sehe es bei der Ausbildung zum Kettensägenführer aus. „Auch hier gibt es je zwei Tage theoretische und praktische Ausbildung. Am Ende steht dann die Prüfung auf dem Ausbildungsprogramm“, sagt Klarenbach.

Sturmereignisse nehmen zu

Gerade in den letzten Jahren habe man es immer wieder mit Sturmereignissen zu tun gehabt. „So müssen dann umgestürzte Bäume und herab gefallene Äste von der Straße geräumt werden oder Bäume gefällt werden, die eben drohen umzustürzen“, sagt der stellvertretende Stadtwehrleiter.

Ohne die Unterstützung der Führungskräfte wie Sebastian Fonfara, Dirk Ziolkowski, René Borkowitz, Thomas Erxleben, Daniel Mielchen und Axel Becker, die auch Ausbilderaufgaben übernehmen, wäre die Truppmannausbildung wohl weitaus schwieriger zu realisieren“, freut sich Sven Klarenbach über das Engagement seiner Führungskräfte in den einzelnen Ortswehren.

Am Ende haben alle 33 Kameraden ihre Prüfungen sowohl in Theorie als auch in der Praxis bestanden.