Brand

Container steht in Flammen

Schon wieder brannte es in Zerbst. Diesmal hatte ein Containter auf einem Werkstattgelände Feuer gefangen.

Zerbst. Die Zerbster Feuerwehr kommt nicht zur Ruhe: eine vermeintliche Gewässerverschmutzung, Ölspuren, Gasgeruch im Stadtgebiet, Türöffnungen und immer wieder Brände. Insgesamt fünf sind es innerhalb von nicht einmal zwei Wochen.

Am 15. August dann Feuer Nummer sechs. Um 22.16 Uhr ertönt der Alarm bei der Feuerwehr: Containerbrand, Roßlauer Straße. Es geht zur Zerbster Filiale der Werkstatt Kette Auto-Teile-Unger (A.T.U.). Beim Eintreffen der Einsatzkräfte steht ein Garagen-Container in Vollbrand. Die Polizei ist bereits vor Ort.

Mit einem mulmigen Gefühl öffnen die Frauen und Männer gewaltsam das Tor, denn noch ist unklar, was hier lagert. Riesige Flammen und tiefschwarzer Rauch schlagen aus dem Container. „Farben, Lacke, Gasflaschen, Öle oder einfach nur die Abfallbehälter, in dem Container könnte alles Mögliche lagern“, sagt Steffen Schneider, Einsatzleiter, Ortswehrleiter und Sprecher der Zerbster Feuerwehren.

Kurz nach Beginn der Löscharbeiten dann Entwarnung. Die Einsatzkräfte finden hauptsächlich Autoreifen in dem brennenden Container, was auch den tiefschwarzen Qualm erklärt. Ununterbrochen schießt Löschwasser in die meterhohen Flammen.

„Uns ist nach den zahlreichen Bränden in den vergangenen Tagen und Wochen der Schaum ausgegangen. Das Ärgerliche daran ist, dass vor der Neubeschaffung erst Angebote eingeholt und verglichen werden. Das kostet wertvolle Zeit, die wir bei Einsätzen nicht haben, was wir hier eindrucksvoll sehen“, mahnt Schneider.

Immer wenn die Einsatzkräfte glauben, das Feuer gelöscht zu haben und die Wasserzufuhr unterbrechen, schlagen neue Flammen im Container hoch. „Hier ist der Einsatz von Schaum sehr viel effektiver“, erläutert Schneider. Inzwischen hat er Kontakt zu Stadtwehrleiter Denis Barycza aufgenommen, der sofort mit einem Jütrichauer Kameraden und den benötigten Schaum zu Hilfe eilt.

„Vollständige und funktionstüchtige Ausrüstung auf den Einsatzfahrzeugen sind das A und O“, sagt Schneider, denn auch der Streu-Boy, der beim Abstumpfen von Ölspuren zum Einsatz kommt, sei defekt. „Auch hier das gleiche Spiel: Angebote einholen, vergleichen und Neubeschaffung“, ärgert sich Schneider.

So lange müsse man halt, wie erst vor wenigen Tagen, als die Zerbster Feuerwehr gleich zwei Ölspuren an einem Abend beseitigen musste, die Säcke mit den Bindemitteln tragen. „Da kommen schon einige Kilometer zusammen“, weiß der Ortswehrleiter aus Erfahrung.

Mit dem herbeigeschafften Schaum geht es dann ganz schnell. Nach etwa 30 Minuten haben die 20 Einsatzkräfte die Flammen endgültig gelöscht. Die in unmittelbarer Nähe des Containers abgestellten Fahrzeuge wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Was den Containerbrand ausgelöst hat ist noch völlig unklar. Die Polizei hat die entsprechenden Ermittlungen aufgenommen.