Zerbst l Seit dem 20. Juli haben sich acht Zerbster (Stand 3. August, 15 Uhr) mit dem Coronavirus angesteckt, das sind mehr Menschen, als sich insgesamt seit Beginn der Pandemie infiziert haben. Aus diesem Grund hatte die Stadtverwaltung die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wieder verschärft und mehr Kontrollen im Handel, den Friseurgeschäften und in der Gastronomie angekündigt.

Beim positiven Corona-Fall vom vergangenen Mittwoch handelte es sich um ein Kind einer Kindertagesstätte. Das Gesundheitsamt des Landkreises hatte daraufhin für die betroffene Gruppe sowie die zwei Erzieher der Gruppe Quarantäneverfügungen erlassen“, teilte Landkreissprecher Udo Pawelcyk mit. Zudem ist das gesamte Personal getestet worden. „Hier liegen inzwischen die Ergebnisse vor, die alle negativ ausgefallen sind“, sagt Pawelczyk.

Testergebnisse bleiben offen

Auch den Eltern und Kindern der betroffenen Kita-Gruppe ist daraufhin angeboten worden, sich in Zerbst freiwillig testen zu lassen. „Dieses Angebot haben insgesamt 39 Personen, darunter 27 Elternteile und Geschwisterkinder sowie 12 Kinder der betroffenen Gruppe in Anspruch genommen. Die Testergebnisse stehen allerdings noch aus“, erklärt der Landkreissprecher am Montag gegenüber der Volksstimme.

Geschlossen wurde die betroffene Kita allerdings nicht, da die Einrichtung über ein sehr gutes Hygienekonzept verfüge – eine strikte Gruppentrennung, hieß es Seitens des Landkreises.

65 Menschen noch in Quarantäne

Seit Beginn der Pandemie wurde im Landkreis Anhalt-Bitterfeld für 689 Menschen eine Quarantäne angeordnet. „Insgesamt befinden sich derzeit noch 75 Menschen in Quarantäne, davon allein 65 in Zerbst“, sagt Pawelczyk.