Puppenspieltheater

Der Kasper ist wieder da: Puppentheater Traumland besucht die Güterglücker Kindertagesstätte

Das Puppentheater konnte nach langer Corona-Pause endlich auch mal wieder Halt in der Kita in Güterglück machen. Im Gepäck waren Puppen, die bereits ein langes Leben hinter sich haben und viele Geschichten erzählen können. Das begeisterte nicht nur die Kinder, sondern auch die Puppenspieler selbst.

Neugierig warfen die Glückskinder einen Blick hinter die Puppenbühne und schauten sich die  Märchenfiguren ganz aus der Nähe an.
Neugierig warfen die Glückskinder einen Blick hinter die Puppenbühne und schauten sich die Märchenfiguren ganz aus der Nähe an. Foto: P. Wiese

Güterglück - pwi

Endlich wieder spielen! Da hatte Renardo Woitschack doch nach so langer Pause glatt einmal ein Stück Text vergessen, als er „Die Wunderblume“ bei den Glückskindern in der Güterglücker Kindertagesstätte präsentierte. Das fiel aber gar keinem auf, und die Steppkes verfolgten begeistert das Stück. Schon öfter war das Puppentheater zu Gast in der Einrichtung - vor Corona. Es war der erste Termin, den das „Traumland“ in diesem Jahr wahrnehmen konnte. „In Richtung Kindertag hatten wir den Termin schon vorher ausgemacht“, erzählte Kita-Leiterin Susanne Thiele, „und haben gehofft, dass das machbar ist“. Erstmals draußen unter der Überdachung bauten Renardo  Woitschack und seine Frau Nicole die Bühne auf. Die kleine Single-Bühne war neu – ein Produkt der Corona-Pause, Eigenbau des Puppenspielers. 

Und auch die wunderhübschen Märchenfiguren, die an der Bühne und den Sitzreihen aufgestellt waren, hatte Woitschack über die Pandemiezeit gefertigt. Ansonsten musste man irgendwie über die Runden kommen, so der Puppenspieler. Vor Corona war eine Tournee durch ganz Deutschland geplant. Jetzt hofft der Künstler, dass alles bald wieder läuft. Allerdings hält sich die Resonanz noch in Grenzen, nur vereinzelt gibt es bislang Anfragen. 

300 Jahre alte Familientradition im Puppenspiel gelebt

Renardo Woitschack ließ die Kinder wissen, dass der Kasper mit dem er gespielt hat, schon 50 Jahre alt ist. Nur wenige würden mit so alten Figuren spielen, meinte er. Solche alten Figuren seien sonst nur im Marionettentheatermuseum in Bad Liebenwerda zu finden. Aber bei Woitschack ist der Kaspar noch gut in Form. Hier wird über 300 Jahre alte Familientradition im Puppenspiel gelebt. Die Eltern haben ein eigenes Puppentheater und Renardos Schwester Anna-Carina kennt man aus DSDS. Auf ein umfangreiches Repertoire kann das Puppentheater „Traumland“ zurückgreifen. Neben den traditionellen Grimmschen Märchen sind zum Beispiel auch Pippi Langstrumpf oder Petterson und Findus im Programm. Je nach Stück spielt Nicole Woitschack an der Seite ihres Mannes mit der größeren Bühne. Und auch aus dem Fahrzeug heraus, an dem Pettersson und Findus schon zu sehen sind, kann gespielt werden.

Die Glückskinder warfen einen Blick hinter die Bühne und schauten sich nicht nur die tollen Märchenfiguren ganz aus der Nähe an, sondern auch das Auto der Puppenspieler. Für die Knirpse hatte die Kita anlässlich des Kindertages das Puppentheater finanziert, keiner musste noch extra einen Obolus zahlen. Das Geld hatte man aus dem Verkauf der Masken, die Saskia Dorn im vergangenen Jahr genäht hatte, genommen.

Susanne Thiele wollte gleich einen nächsten Termin für eine Vorstellung vereinbaren. Pettersson und Findus wünschten sich die Kinder schon einmal. Wer das Puppentheater buchen will, kann sich unter der Nummer 0157/82408392 melden.

Renardo Woitschack ist froh, wieder spielen zu können.
Renardo Woitschack ist froh, wieder spielen zu können.
Foto: Petra Wiese