Filmaufnahmen

Dreharbeiten für „Unterwegs in Sachsen-Anhalt“: Das Örtchen Walternienburg hat was zu bieten

Walternienburg ist eine Station der Drei-Fähren-Tour. Diese wird am Sonnabend im Fernsehen vorgestellt.

Von Petra Wiese
Victoria Herrmann und Andreas Neugeboren trafen in Walternienburg auf Sandy Groh.
Victoria Herrmann und Andreas Neugeboren trafen in Walternienburg auf Sandy Groh. Foto: Petra Wiese

Walternienburg - Kamera läuft: Mit dem Rad kamen Victoria Hermann und Andreas Neugeboren aus Richtung Ronney angeradelt. Die beiden sind Fernsehmoderatoren auf Entdeckungstour in unserer Region. In Walternienburg machten sie Station auf der Drei-Fähren-Tour. An der Kreuzung stiegen sie ab – rechter Hand Heinrich’s Caféwirtschaft und links die Walternienburger Arche. Am Torbogen steht Pfarrerin Sandy Groh mit ihrer Pop up-Kirche. „Hallo! Wie geht’s? Was gibt es denn hier Interessantes zu sehen?,“ fragen die beiden Besucher. 

Sandy Groh erzählt den beiden, was es mit der Walternienburger Arche auf sich hat. Für weitere Fragen standen an dem Drehtag auch Jutta Rose und Veronica Hesse vom Gemeindekirchenrat zur Verfügung. Die beiden Moderatoren sind eingeladen, einen Blick in die Arche zu werfen. Das multifunktionale Gotteshaus soll im Juli endlich eine feierliche Eröffnung erfahren.

Arche, Erlebnisgastronomie und Wasserburg locken Touristen an

Nach dem Entwurf der Architektin Sina Stiebler, denk’mal Architekten Magdeburg, entstand an der Stelle der ehemaligen Walternienburger Kirche, die 1976 komplett abgerissen worden war, der Neubau in Form der biblischen Arche. Die Verbindung Wasser und Kirche sollte zum Ausdruck kommen. Ein Ort ist entstanden, wo das christliche Gemeindeleben stattfinden kann, aber ebenso Touristen und Ausflügler Angebote finden. Arche, Erlebnisgastronomie und Wasserburg bilden ein touristisches Dreieck in enger Nachbarschaft.

Einen weiteren künstlerischen Höhepunkt hat die Arche mit dem Altarraumfenster zu bieten. Das wurde von dem Glaskünstler Winfried Mühlum aus Wiesbaden entworfen. Hier wird der Regenbogen eingefangen. Je nach Sonnenstand erscheinen andere Farb- und Lichteffekte. So schließt sich auch der Kreis wieder zur Arche, denn in der Geschichte ist der Regenbogen Zeichen von Gottes Liebe zur Schöpfung.  Das Fenster ist Teil des Projektes Lichtungen – Zeitgenössische Glasmalerei in Anhaltischen Kirchen.

Ruhe genießen oder in Caféwirtschaft verweilen

Ob die Ruhe in der Arche und auf deren Freigelände genießen – die Gestaltung des Zuganges steht immer noch aus – oder gegenüber in der Caféwirtschaft verweilen, wo es „ankommen, verweilen und genießen“ heißt, das kann sich jeder aussuchen. Im Cafégarten mit Blick auf die Wasserburg, die ebenfalls einen Abstecher lohnt, können die Besucher weitere Pläne schmieden. 

Für Victoria Herrmann und Andreas Neugeboren stand ihre Route schon fest. Sie waren von Barby aus mit der Gierseilfähre übergesetzt. Die nächste Fähre war das Ziel – Breitenhagen.  Auf dem „Elberadweg“ geht es von Walternienburg in südlicher Richtung bis Tochheim. Über rund 24 Kilometer erstreckt sich der Radweg der Drei-Fähren-Tour durch den Elbe-Saale-Winkel. Durch kleine Örtchen und verschlafene Dörfer, entlang Elbauen und Flussufern und durch Wälder. Neben der Barbyer Fähre und der in Breitenhagen ist die dritte Fähre die in Groß Rosenburg – zweimal wird über die Elbe, einmal über die Saale übergesetzt.

Von Breitenhagen führt der Weg fast ausschließlich auf der neu ausgebauten Deichkrone bis Groß Rosenburg. Nach Überfahrt über die Saale geht es den "Saaleradweg“ entlang über Tornitz nach Barby. Die Fähren verbinden. Umso wichtiger ist es, dass sie regelmäßig fahren und zum Glück auch wieder an den Wochenenden verkehren, wo zu dieser Jahreszeit besonders viele Leute mit dem Rad unterwegs sind und die Region erkunden. 

30 Minuten Filmaufnahmen

Wo die Tour startet, ist jedem selber überlassen, ob in Barby, in Walternienburg, in Tochheim… 30 Minuten dauert übrigens das Fernseherlebnis „Unterwegs in Sachsen-Anhalt“ am Sonnabend, bei dem die Filmaufnahmen zu sehen sind. Da gibt es Bilder aus Barby, vom kleinen Museum über Binnenschifffahrt in Breitenhagen, oder vom Café in Groß Rosenburg. Autor der Sendung ist André Strobel, der aus Barby stammt und seit zehn Jahren als Freiberufler für den MDR arbeitet. Fünf Drehtage war er mit dem Team für diese Sendung unterwegs. 

Wer mehr erfahren will, schaltet am Sonnabend beim MDR-Fernsehen ein. Dann heißt es wieder „Unterwegs in Sachsen-Anhalt“. Um 18.15 Uhr beginnt das regionale Reise-Journal.

Auch in die Arche wurde ein Blick geworfen.
Auch in die Arche wurde ein Blick geworfen.
Foto: P. Wiese