Jütrichau l Gestern Morgen gegen 3.30 Uhr wurden die Kameraden mehrerer Ortsfeuerwehren unsaft auf dem Schlaf gerissen und zu einem Brand nach Jütrichau gerufen. Dort war ein ehemaliger Hühnerstall in Brand geraten. „Als wir an der Einsatzstelle eintrafen, stand das Stallgebäude bereits nahezu in Vollbrand“, schildert Stadtwehr- und Einsatzleiter Denis Barycza die Situation.

Weiterer Schuppen in Flammen

Schnell haben die Einsatzkräfte bemerkt, das etwa 200 Meter vom eigentlichen Brandort ein weiterer Stall oder Schuppen des Gebäudekomplexes einer früheren Gartensparte in Flammen steht.

„So mussten wir die Einsatzkräfte aufteilen“, erläutert der Einsatzleiter. Die Jütrichauer Kameraden hätten den ersten Brandort übernommen, die Zerbster leiteten die Löscharbeiten an der zweiten Einsatzstelle ein. „Gegen 4.30 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Steutz nachalarmiert“, so Barycza.

Insgesamt kämpften mehr als 30 Kameraden an zwei Orten gegen die Flammen. „Die Löschwasserversorgung hat hier gut funktioniert. Etwas 130 Meter vom Einsatzort entfernt befindet sich ein Flaschspiegelbrunnen, sodass sich die Länge der Wegstrecke in Grenzen hielt“, sagt Barycza.

Wasser aus Tanks

Die Zerbster Kameraden hätten die Flammen aus ihren Tanks gelöscht und richteten mit ihren Tanklöschfahrzeugen einen Pendelverkehr zum Brunnen ein. „Insgesamt sind auch acht Atemschutzgeräteträger zum Einsatz gekommen“, berichtet der Einsatzleiter.

Mehr als vier Stunden waren die Feuerwehren an der Einsatzstelle beschäftigt. Gegen 8 Uhr konnten die drei Ortsfeuerwehren wieder in ihre Wachen einrücken.

„Trotz des schnellen und beherzten Einsatzes der 32 Kameraden konnten die beiden brennenden Gebäude nicht gerettet werden. Sie brannten völlig aus. Allerdings konnten wir ein Übergreifen der Flammen auf weitere angrenzende Stallgebäude verhindern“, zieht Stadtwehrleiter Denis Barycza Bilanz.

Was das Feuer an gleich zwei Stallgebäuden ausgelöst hat, sei noch völlig unklar, so die Feuerwehr am Freitagmittag.