Zerbst l Die Ausbildung bei der Zerbster Feuerwehr endete am Freitag mit einem Ernstfall. Gegen 20.30 Uhr ertönte Alarm: Ödlandbrand in der Biaser Straße. Als die Einsatzkräfte am Einsatzort an der Zerbster Kiesgrube eintrafen, standen etwa 500 Quadratmeter Schilf, Strauchwerk und Bäume in Flammen.

Die Steutzer Ortswehr, die in Bias gerade eine Ausbildungseinheit absolviert, bemerkte den Feuerschein, machte sich sofort auf den Weg, entdeckte den Brand und informierte die Leitstelle. Anschließend rückten auch die Zerbster und die Ortswehr Leps aus.

Schilf und Bäume in Flammen

„Da das Gelände sehr unwegsam ist, mussten mehrere Hundert Meter Schlauch verlegt werden“, sagt Steffen Schneider, Pressesprecher und Leiter der Zerbster Wehr. Es habe schon einige Zeit ge- dauert, bis das Feuer end- gültig gelöscht war. Die Brandursache ist unklar, „wie schon vor zwei Wochen kann ich spontane Selbstentzündung aber ausschließen“, erklärt Schneider.

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Schon am 30. März hatte es fast an gleicher Stelle gebrannt. Auch hier standen etwa 100 Quadratmeter Schilf und Strauchwerk in Flammen. „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“, kommentiert der Ortswehrleiter mit etwas Sarkasmus die beiden Einsätze an gleicher Stelle innerhalb von nur zwei Wochen. Insgesamt 26 Kameraden waren am Freitagabend an der Bekämpfung des Feuers beteiligt.

Der Freitag ist bei einigen Ortsfeuerwehren der Einheitsgemeinde Ausbildungstag. In der Zeit werden regelmäßig verschiedene Einsatzszenarien geprobt und der Umgang mit der Feuerwehrtechnik trainiert.