Zerbst l Heiko Bergfeld will erster Feuerwehrmann in Anhalt-Bitterfeld bleiben. Seit 2014 bekleidet der 51-Jährige jetzt das Amt des Kreisbrandmeisters und daran soll sich, wenn es nach ihm geht, auch die nächsten sechs Jahre nichts ändern. Die Bewerbungsfrist für den Posten endete am 12. August. Eine weitere Bewerbung ist bis zu diesem Datum nicht eingegangen, wie Eberhard Stoye, Leiter des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienstes, gestern auf Volksstimme-Nachfrage informierte.

„Ich konnte während meiner Amtszeit eine Menge erreichen. Es gibt aber auch noch zahlreiche Baustellen“, sagt Bergfeld. Der Vorschlag, spezielle Waldbrandlöschfahrzeuge anzuschaffen, sei in einer Beratung im September 2018 von ihm gekommen. „Das wird nun umgesetzt“, freut er sich.

Noch einige Pläne

Mitgewirkt habe er auch an der Neustrukturierung der Katastrophenschutzeinheiten. „Außerdem habe ich regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für Führungskräfte auf Kreisebene und regelmäßige Dienstberatungen mit den Wehrleitern durchgesetzt“, betont der Kreisbrandmeister.

Was noch offen sei, ist die Schaffung eines Atemschutzverbundes. „Hier besteht Einigkeit zwischen dem Landrat und mir. Ein entsprechendes Konzept dazu ist bereits in Arbeit“, so Bergfeld. Ein weiterer Punkt, den sich Bergfeld auf die Fahne geschrieben hat, ist eine einheitliche Kreisausbildung auf höherem Niveau. „Hier müssen weitere Ausbilder gewonnen werden“, blickt der 51-Jährige in die Zukunft.

Bessere Zusammenarbeit

Zudem lasse die Zusammenarbeit zwischen Land, Kreis und Kommunen zu wünschen übrig. „Hier müssen wir unbedingt und zeitnah eine Verbesserung erreichen“, mahnt Bergfeld. Jeder interessiere sich nur für die eigenen Probleme. „Das müssen wir ändern“, so der Kreisbrandmeister.

Desweiteren müsse die Führungsstruktur bei Katastrophenlagen neu aufgestellt werden. „Inzwischen liegt auch hier ein Konzept vor, das allerdings dringend noch umgesetzt werden muss“, warnt Bergfeld. Denn das nächste Hochwasser komme bestimmt. „Es wartet also noch viel Arbeit auf mich, sofern ich denn gewählt werde und im Amt bleibe“, sagt der einzige Kandidat für die Position des Kreisbrandmeisters in Anhalt-Bitterfeld schmunzelnd.

Feuerwehr ist Berufung

Für Heiko Bergfeld ist Feuerwehr nicht nur ein gewöhnliches Ehrenamt oder Beruf, sondern Berufung. Seit 1976, also seit der dritten Klasse, engagiert er sich in der freiwilligen Feuerwehr und tritt 1984 der Deetzer Ortswehr bei. Schon drei Jahre später wird er stellvertretender Wehrleiter.

Bis heute hatte Bergfeld viele andere Funktionen innerhalb der Feuerwehr inne. So war der heute 51-Jährige von 2007 bis 2015 Ortswehrleiter in Deetz, Wirkungsbereichsleiter oder stellvertretender Abschnittsleiter des Abschnittes Nord im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.