Beförderungen

Befördert wurden zur Jahreshauptversammlung:

Jamel Rejeb Bibani zum Feuerwehrmann Johannes Bielinsky zum Oberfeuerwehrmann Juliane Brandt zur Hauptfeuerwehrfrau

Für treue Dienste in der freiwilligen Feuerwehr wurden geehrt: Robert Wesenberg für 10 Jahre Carmen Pagel für 30 Jahre Heinz Paul für 60 Jahre

Nutha l Mit 21 Kameraden ist die Freiwillige Feuerwehr Nutha immer noch sehr gut personell besetzt. Dennoch schmerzten die acht Austritte, sagt Ortswehrleiter Thomas Mücke am Sonnabendabend zur Jahreshauptversammlung. Vor allem junge Leute haben die Truppe für den Beginn einer Berufsausbildung oder den Start eines Studiums verlassen, heißt es. In den vergangenen Tagen hat der emsige Ortswehrleiter bereits zwei neue Mitglieder aufnehmen können, schildert er. Trotzdem ärgere ihn der Verlust der jungen Leute, sagte er.

Bilanz ziehen

In einem neuen Format bringt er diesmal seine Bilanz dar. Anstatt einen langen Bericht sauber auszuarbeiten, hat er sich einige Stichpunkte gemacht und spricht frei. Das kommt bei den Kameraden an.

Mit ihrer personellen Ausstattung gilt die Feuerwehr Nutha in der Region als Anker. Denn unter den Aktiven befinden sich allein zehn Atemschutzgeräteträger, lobt später Sven Klarenbach von der Stadtwehrleitung. Diese hohe Zahl von Atemschutzgeräteträgern sei längst nicht mehr in allen Wehren verfügbar. Elf Einsätze hatten die Nuthaer im vergangenen Jahr zu absolvieren. Zwischen acht und neun Kameraden seien jeweils dabei verfügbar gewesen, sagte Thomas Mücke.

Dennoch sei die Zahl der aktiven Kameraden noch ausbaufähig, betonte er. Um alle Positionen dreifach, wie vorgeschrieben zu besetzen, müsste die Wehr 45 Einsatzkräfte haben. Trotz der weit geringeren Stärke sei er allerdings zufrieden. Die Truppe sei gut ausgebildet.

Diskussion um die Zukunft

Einen breiten Raum nahm die Diskussion des Zustands der freiwilligen Feuerwehren in der Stadt Zerbst ein. Zehn der 26 Ortsfeuerwehren, sagte Thomas Mücke, dürften keinen Dienstbetrieb mehr eigenständig durchführen, weil die eigene Ortswehrleitung nicht mehr vorhanden oder nur eingeschränkt verfügbar sei. Ob der abwehrende Brandschutz auch in Zukunft noch nur durch freiwillige Feuerwehrleute abzusichern sei, sei mehr als fraglich, meinte er. „Wir für uns versuchen das Fähnchen aufrecht zu erhalten“, ermunterte er die Nuthaer Kameraden das Ehrenamt weiter auszufüllen. Einer Zusammenlegung der Ortswehren des Ausrückebereichs zu einer Ortswehr mit verschiedenen Gruppen erteilte er eine Ablehnung. Werde die Organisation der Feuerwehr verändert, könnte die neue geschaffene Ortswehr mit viel weniger Führungskräften auskommen. Gelöst werde damit das Grundproblem nur auf dem Papier, warnte er.

In diesem Jahr wollen die Nuthaer mit sieben Kameraden einen eigenen Grundlehrgang starten. Außerdem erhält die Ortswehr demnächst ein eigenes Mannschaftstransportfahrzeug. Im Herbst soll dann voraussichtlich das Löschgruppenfahrzeug ersetzt werden, kündigte er an. Die Stadt wird ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, welches aktuell noch bei der Feuerwehr der Kernstadt stationiert ist, nach Nutha umsetzen. Das Einsatzfahrzeug verfügt über einen Wassertank, schildert er weiter. Damit seien die Einsatzmöglichkeiten größer. Ortsbürgermeisterin Sylvia Rothe dankte den Kameraden anschließend für ihre Arbeit.