Zerbst l Am Sonntag, kurz vor Mitternacht, musste die Zerbster Feuerwehr zu einem gemeldeten Kleinbrand auf dem Hof eines Mehrfamilienhauses in der Jeverschen Straße ausrücken. „Wir haben einen Knall gehört, eine Stichflamme und Rauchentwicklung gesehen. Dann haben wir die Polizei gerufen, die wiederum die Feuerwehr verständigt hat“, schildern mehrere Anwohner des Nachbarhauses an der Einsatzstelle.

„Der gemeldete Brand hat sich soeben als Feuerschale entpuppt“, sagt Einsatzleiter Steffen Schneider verärgert, als er von dem betreffenden Innenhof zurückkehrt, und ergänzt: „Wir haben die Personen angewiesen, das Feuer sofort zu löschen, da in der Schale Grünschnitt verbrannt wird, was zu einer starken Rauchentwicklung führt und im Übrigen verboten ist. Das geht gar nicht.“

Verspäteter Sturmeinsatz

Immer wieder rufen brennende Feuerschalen, die von Weitem als solche nicht erkennbar sind, die Feuerwehr auf den Plan. So ist dies inzwischen der vierte Einsatz seit 28. März, bei denen sich gemeldete Brände am Ende als brennende Feuerschalen entpuppten.

Nachdem zwei alkoholisierte und schlafende Männer am Sonnabendmorgen gegen 7 Uhr Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr auf den Plan gerufen hatten, mussten die Einsatzkräfte gegen 13 Uhr einen umgestürzten Baum auf dem Innenhof am Wegeberg/Ecke Breitestein zersägen und vom Gehweg räumen.

„Nach Angaben der Anwohner stammt der Schaden noch von der Gewitterfront mit Starkregen und Sturmböen vom 13. Juni, ist aber noch nicht beseitigt worden“, sagte Einsatzleiter René Borkowitz.