Heimatfotorätsel

Foto zeigt den Abriss eines DDR-Wohnblocks in der Breiten Straße in Zerbst

Das Rätsel war in dieser Woche keine große Hürde für unsere Volksstimme-Leser. Alle Anrufer und Mail-Schreiber haben den Abriss des DDR-Wohnblocks in der Breiten Straße erkannt.

Von Thomas Kirchner
Heute ist die Fläche ein Parkplatz. Geplant war, dass die Neue Brücke an dieser Stelle gerade auf die B 184 mündet.
Heute ist die Fläche ein Parkplatz. Geplant war, dass die Neue Brücke an dieser Stelle gerade auf die B 184 mündet. Foto: Thomas Kirchner

Zerbst

Hin und wieder geben wir den Lesern eine harte Rätsel-Nuss, die es zu knacken gilt. Dieses Mal war das allerdings nicht der Fall, denn alle Teilnehmer konnten am 6. Mai das Foto von der Baustelle richtig einordnen.

Lothar Platte aus Schora hat sofort erkannt, dass es sich um die Baustelle in der Breiten Straße neben der Fleischerei Zaake handelt. „Hier wird der Neubaublock, der Anfang der 1960er Jahre errichtet wurde, schon wieder abgerissen. Beim Bau dieses Hauses hatte man noch nicht solch eine Baggertechnik wie beim Abriss“, schreibt Lothar Platte in seiner E-Mail.

Kleine Geschäfte zwischen Wohnblock und Hochhaus

Als der Block gebaut wurde, sei er in Zerbst zur Schule gegangen. „Beim Ausheben der Baugrube wurde dann eine Fliegerbombe gefunden und wir Schüler mussten alle nach Hause gehen“, kann er sich noch gut erinnern. Geplant sei auch, die zwölf Garagen im Hintergrund noch 2021 abzureißen. „Momentan ist an dieser Stelle eine große Freifläche. Es ist erstaunlich, wie viele Fahrzeuge dort geparkt werden“, wundert er sich immer wieder.

Auch Robert Walk konnte das Foto richtig einordnen. „Neben der Baustelle in Richtung Alte Brücke hin (Hochhaus) waren einige alte Wohn- und Geschäftshäuser, so der Kurzwarenladen Beyer, danach das Geschäft der AGP Metall unter anderem mit Herden und Badeöfen. Noch weiter in Richtung des jetzigen Hochhauses war noch der Goldschmidt Schmidt mit seinem Geschäft“, schildert Robert Walk.

Erster Wohnblock in Zerbst in Großblockbauweise

Auf der anderen Seite in Richtung des Turms sei die Drogerie Koch gewesen. „Jetzt ist die Fleischerei Zaake dort ansässig. Der Grund des Abrisses sei ihm nicht bekannt. Ich denke, dort sollte die Neue Brücke gerade auf die Bundesstraße geführt werden, da die Alte Brücke zur Fußgängerstraße wurde. Auf der anderen Straßenseite war der Fahrradhändler Müller mit seinem Wohn- und Werkstatthaus, das ebenfalls abgerissen wurde“, erinnert sich Robert Walk.

Detlef Teßmann kann sich noch an ein Waffengeschäft erinnern, das sich zu DDR-Zeiten in unmittelbarer Nachbarschaft des Wohnblocks, der abgerissen wurde, befunden hat. Helmut Hehne schickte ein Foto vom Aufbau des Wohnblocks, ehemals Breite Straße 11 bis 17. „Der Bau erfolgte in Großblockbauweise. Hergestellt wurden die Blöcke im damaligen Betonwerk Zerbst am Fischmarkt“, erklärt Hehne am Telefon.

 Erkannt haben die Breite Straße auch Harald Neupert, Fritz Rekow, Detlef Teßmann, Thomas Brechler, Isolde Wallendorf, Helga Reinald, Peter Hanisch, das DRK-Rateteam um Stefanie Alarich, Helmut Morbach, Siegfried Barucker, Ursula Hackemesser und das Rheingold-Rateteam aus Loburg.  Der kleine Sachpreis geht an Thomas Brechler in Zerbst.

Kurz nach der Wiedervereinigung wurde der Wohnblock Breite Straße 11 bis 17 abgerissen. Heute ist hier ein Parkplatz.
Kurz nach der Wiedervereinigung wurde der Wohnblock Breite Straße 11 bis 17 abgerissen. Heute ist hier ein Parkplatz.
Foto: Volkmar Polzin
Der Aufbau des Wohnblocks, ehemals Breite Straße 11 bis 17. Hergestellt wurden die Blöcke im Betonwerk Zerbst.
Der Aufbau des Wohnblocks, ehemals Breite Straße 11 bis 17. Hergestellt wurden die Blöcke im Betonwerk Zerbst.
Foto: Helmut Hehne