Zerbst l Nach Lieferproblemen bei den Pflastersteinen hat die Sanierung der Gehwege in der Zerbster Brüderstraße jetzt begonnen. Seit dieser Woche laufen die Tiefbauarbeiten, für die insgesamt 186.000 Euro bereitstehen. Auf einer Gesamtfläche von etwa 2200 Quadratmetern verschwinden nun die alten Platten und Pflastersteine aus DDR-Zeiten und werden gegen extra angefertigtes Rechteckpflaster ersetzt. Dabei handelt es sich um braune, kugelgestrahlte Betonsteine mit abgeschrägten Kanten, deren Oberfläche zweischichtig mit Edelsplittvorsatz ist und die in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Anhalt-Bitterfeld ausgewählt worden.

Abschnittsweise Sanierung

Ursprünglich sollte die Maßnahme schon Mitte November starten. Da sich die Materiallieferung allerdings um einige Wochen verzögerte, verschob sich der Zeitplan ins neue Jahr hinein. Inzwischen hat die beauftragte Pretziener Firma mit dem ersten Gehwegabschnitt angefangen. Von der Einmündung der Wolfsbrücke aus arbeiten sich die Männer nun in Richtung Francisceum vor. Das Pflaster haben sie in diesem Teilstück bereits aufgenommen und neue Borde gesetzt. Abschnittsweise geht es dann weiter. Hintergrund ist nicht zuletzt, dass den Anwohnern weiterhin Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen sollen. Denn im direkten Baustellenbereich gilt jeweils ein absolutes Halteverbot. Eine Sperrung der Straße ist deshalb nicht notwendig.

Die Umsetzung der umfangreichen Maßnahme wird mehrere Monate dauern. Die voraussichtliche Fertigstellung ist für Ende Mai geplant. Die Finanzierung erfolgt aus den Ausgleichsbeträgen, die für das Sanierungsgebiet „Altstadt Zerbst“ von den dortigen Grundstückseigentümern zu zahlen sind. Aufgrund des Kostenumfanges des Brüderstraßen-Projektes realisiert die Stadt in diesem Jahr nur einen Gehwegbau innerhalb des Sanierungsgebietes. Weitere Straßen sind jedoch bereits im Blick. So sollen unter anderem zukünftig die Fußwege in der Haselopstraße, der Rennstraße oder beispielsweise der Mühlengasse ebenfalls erneuert werden.