Zerbst l „Für das Haushaltsjahr 2019 empfiehlt die Stadtverwaltung, den Gehweg der Brüderstraße auszubauen. Die denkmalsrechtliche Genehmigung liegt vor. Auflagen dieser Genehmigung beinhalten die Verwendung von Rechteckpflaster im Farbton Braun mit Vorsatz, analog dem Pflaster, welches bereits in der Wolfsbrücke und der Mühlenbrücke verlegt wurde“, heißt es in den Beschlussvorlagen für den Ausschuss und den Stadtrat.

Der Haushalt der Stadt Zerbst sieht in diesem Jahr die den Ausbau weiterer Gehwege im Sanierungsgebiet vor. Rund 81.600 Euro stehen dafür zur Verfügung.

„Um den gesamten Gehweg der Brüderstraße erneuern und fertigstellen zu können, werden laut einer Kostenschätzung jedoch Mittel in Höhe von 204.600 Euro benötigt. Um die Gesamtmaßnahme in Angriff nehmen zu können, ist eine Bewilligung von überplanmäßigen Auszahlungen in Höhe von 123.000 Euro erforderlich“, ist in der Beschlussvorlage weiter zu lesen.

Die Deckung der überplanmäßigen Ausgabe in Höhe soll aus den bereits eingegangenen Einnahmen der Ausgleichsbeträge des Sanierungsgebietes erfolgen. Diese Einnahmen sind zweckgebunden und für Ausgaben im Sanierungsgebiet zu verwenden.

„Da es sich aber um Gelder aus dem Etat der Altstadtsanierung handelt, können wir auch nur im Sanierungsgebiet, also innerhalb der Stadtmauer, tätig werden, ausgenommen der Bereich Zerbst-Nord“, erkläuterte Bürgermeister Andreas Dittmann zu Beginn der ersten Baumaßnahme 2018.

Francisceum erhält neue Bushaltestelle

Der Haupt- und Finanzausschuss gab die beantragten Mittel frei. Baustart für die Erneuerung der Gehwege in der Brüderstraße soll bereits Anfang Oktober sein. Der Stadtrat muss die überplanmäßige Ausgabe in seiner Sitzung am Mittwoch noch absegnen.

Neben der Sanierung der Gehwege soll auch die Bushaltestelle am Francisceum erneuert werden. Hier ist die Errichtung eines Wartehäuschens beziehungsweise eines Unterstandes geplant, informierte das Bauamt. Diese Maßnahme werde zu 95 Prozent vom Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Im vergangenen Jahr wurden bereits die Gehwege Am Plan, Kupfergasse, Bäckerstraße und Silberstraße erneuert. Ebenfalls auf der Agenda stehen die Gehwege, Salzstraße, Alte Brauerei, Klappgasse, Neue Brücke, Fritz-Brandt-Straße, Mühlengasse, Haselopstraße, Rennstraße, Brüderstraße, Lüttge Brüderstraße, der Weinberg und die Mühlenbrücke.

Der Dauerbrenner Jeverische Straße, wo sich durch Baumwurzeln die Pflastersteine heben, bleibt erst einmal außen vor. Hier wurde 2015 der Regenwasserkanal erneuert und eine neue Deckschicht aufgebracht, so dass der grundhafte Ausbau, inklusive Fuß- und Radwege nach hinten geschoben wurde.