Walternienburg l Eine schöne Tradition ist es in Walternienburg, dass die Familien, die im Dorf für Nachwuchs sorgen, mit einem Erinnerungsgeschenk bedacht werden. Zum 16. Mal hatte Ortsbürgermeister Heinz Reifarth nunmehr zu der kleinen Feierstunde eingeladen. 2003 wurden die ersten Geburtsreliefs überreicht.

Nur ein Kind in 2018

Der Ortsbürgermeister und sein Stellvertreter Peter Strauß konnten in diesem Jahr allerdings nur eine Familie zu dem Stelldichein in Heinrich‘s Caféwirtschaft begrüßen. „Der Storch war nicht fleißig in Walternienburg in diesem Jahr“, so Heinz Reifarth.

Der kleine Carlo Helmut ist der einzige Nachwuchs im Dorf in diesem Jahr. Der Junge kam schon am Anfang des Jahres, am 22. Februar, zur Welt. Mit seinen acht Monaten zeigte er sich bei dem Kaffeenachmittag schon recht mobil und durfte auch von dem leckeren Kuchen kosten.

„Endlich ist das Baby da, Träume, Wünsche werden wahr...– Genießt jede Sekunde der abenteuerlichen Fahrt“, gab Heinz Reifarth Ivonne und Jonas Hübner als Eltern mit auf den Weg. Der Junge ist das erste gemeinsame Kind des Paares. Zur Familie gehört aber auch die neunjährige Melina, die sich ein Brüderchen gewünscht hatte, aber auch ein Schwesterchen genommen hätte.

Melina ist jetzt große Schwester

Jonas Hübner ist Walter- nienburger, seine Frau stammt aus Magdeburg. 2016 kam sie nach Walternienburg, 2017 heirateten die beiden. Der Koch, der bei Heinrich‘s arbeitet, lebt gern in seinem Dorf. „Weil man alle kennt. Wegen der Elbaue, den Wäldern und Wiesen. Wir haben eine Kita und eine Grundschule vor Ort“, sagt er. Ab Dezember beginnt für den kleinen Carlo die Eingewöhnungszeit in der Kita.

Ivonne Hübner, die ebenfalls Köchin ist, nimmt die Elternzeit für ein Jahr in Anspruch. Krabbeln und Stehen kann der Kleine inzwischen. „Es gibt Tage, wo er durchschläft“, erzählt die Mutter. Ein pflegeleichtes Kerlchen, auf das in der Kaffeerunde mit den beiden Großelternpaaren und der Uroma angestoßen wurde.

Im vergangenen Jahr konnten zwei Geburtsreliefs überreicht werden. Im Jahr davor waren es drei, 2015 ebenfalls nur eines. Aber es gab auch schon sechs auf einen Streich seit es die Reliefs von der Ortschaft gibt. Die Familie Hübner wird auf jeden Fall einen schönen Platz finden, um das Erinnerungsstück aufzuhängen.