Steutz l Es ist Freitagnachmittag, der 13. April – der Feierabend naht und das Wochenende ist in Sichtweite, als zwei Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens bei Schachtarbeiten in der Steutzer Friedensstraße auf Knochenteile stoßen.

Es sei schon ein seltsames Gefühl gewesen, sagen die beiden Männer. Sie haben dann sofort die Polizei verständigt.„Am Freitag, den 13. April gegen 16.20 Uhr wurden bei Schachtarbeiten in der Steutzer Friedensstraße Knochenteile gefunden“, bestätigt Doreen Wendland, Pressesprecherin der Polizeidirektion Ost in Dessau auf Volksstimme-Nachfrage.

Vermutlich ältere Knochen

Die Fundstelle wurde kriminaltechnisch untersucht, anschließend seien sofort Ermittlungen zum Fund von Leichenteilen aufgenommen worden. „Offenbar handelt es sich um menschliche Knochen, vermutlich älteren Ursprungs“, erklärt Wendland.

Bilder

Knochen lagen im Kies

Wie Augenzeugen berichten, habe sich den Arbeitern schon ein recht seltsames Bild geboten. Die Knochenteile hätten auf relativ frisch verlegten Kabeln im Kies gelegen, nicht etwa wie zu vermuten wäre im Erdreich. Außerdem habe es so ausgesehen, als würden die Knochenteile nicht recht zusammenpassen. Dies ließe eine Menge Raum für Spekulationen.

„Es stimmt, dass die Knochenteile auf verlegten Kabeln im Kies gefunden worden“, bestätigte Wendland. Die Umstände sollen nun bei den weiteren Ermittlungen geklärt werden. „Ob die Knochenteile von einer oder von mehreren Personen stammen, müssen nun die Untersuchungen klären“, so Wendland.

Das gleiche gelte für das Alter des Skelettes. „Die Knochen wurden zur weiteren Untersuchung in die Rechtsmedizin nach Halle gebracht“, erklärt die Pressesprecherin.

Dessau führt Ermittlungen

Die Ermittlungen in diesem Fall führe das Fachkommissariat 2 der Polizeidirektion Ost in Dessau. „Sie ist beispielsweise zuständig für Straftaten gegen das Leben, Gewaltdelikte, Sexualstraftaten sowie für Funde von Leichenteilen oder menschlichen Knochen“, sagt Doreen Wendland.

Wann das Untersuchungsergebnis aus der Rechtsmedizin vorliege, können sie derzeit noch nicht sagen. „Das kann durchaus eine geraume Zeit in Anspruch nehmen“, so Wendland.