Zerbst l Kommt der harte Lockdown und wenn ja noch vor Weihnachten? Diese Frage beschäftigt momentan sowohl die Bürger, die Geschäftswelt und natürlich auch die Zerbster Kirchengemeinden. Heiligabend finden nämlich auch viele Menschen den Weg in die Gotteshäuser, die sonst nicht so viel mit Religion am Hut haben. Doch wie organisieren die Kirchen den Heiligen Abend in Zeiten der viel beschworenen AHA-Regeln – Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen?

„Wir haben beantragt, auf der Schloßfreiheit eine ökumenische Christvesper mit einer großen Bühne zu feiern“, sagt Pfarrer Albrecht Lindemann. Geplant sei dieser Gottesdienst mit etwa 300 Teilnehmern. „Die Christvesper wird mit Unterstützung von Fabian Niese und seiner Firma Eventfabrik aufgenommen und live auf Youtube gestreamt“, erklärt Lindemann.

Hygienekonzept erarbeitet

Auch ein Krippenspiel und Musik werde es geben. „Wir haben dazu extra ein Hygienekonzept erarbeitet und eingereicht, die Veranstaltung ordnungsgemäß angemeldet und eine Straßensperrung beim Ordnungsamt beantragt“, so der Pfarrer. Die Genehmigung stehe allerdings noch aus. „Aus der Stadtverwaltung kommen positive Signale. Wie allerdings der Landkreis beziehungsweise die Bundes- und Landespolitik am Ende entscheiden wird, ist offen“, sagt Pfarrer Albrecht Lindemann.

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Außerdem sollen in zahlreichen Ortschaften ebenfalls Christvespern stattfinden, allerdings entweder mit stark begrenzter Personenzahl in den Kirchen oder eben im Freien, beispielsweise auf der Straße in Nutha oder in Bias auf einem Vierseiten-Hof. „Ob Open-Air oder in Räumen, wir sind verpflichtet, die Gottesdienstteilnehmer zu erfassen, weshalb wir zur Erleichterung um Anmeldungen zu den Veranstaltungen bitten“, erläutert der Pfarrer.

Teilnehmen nur mit Anmeldung

Das heißt, alle Zerbster, die an einer Vesper oder an einem Gottesdienst teilnehmen möchten, sollten sich anmelden: mit der Anzahl der Personen, den Namen und Vornamen aller Personen, einer Anschrift und einer Telefonnummer. „Die Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt, weggeschlossen und nach vier Wochen vernichtet“, betont Lindemann. Man wolle dazu beitragen, dass die Veranstaltungen möglichst sicher ablaufen.

„Das Krippenspiel auf der Schloßfreiheit wird von der Ankuhner Kirchengemeinde St. Marien gestaltet und aufgeführt“, sagt Lindemann. Man habe situationsbedingt nicht mit Kindern proben können, sodass St. Marien die Aufführung übernommen hat, da hier alle Mitwirkenden bereits mehrjährige Spielerfahrung haben und Proben nicht unbedingt nötig sind.

Beschränkte Platzzahl

„In Zerbst selbst wird es einen großen, zentralen Gottesdienst geben, eben jenen um 16 Uhr mit dem einzigen Krippenspiel auf der Schloßfreiheit, dann um 17.30 und um 23 Uhr in St. Bartholomäi, sowie um 16 und um 17.30 Uhr in St. Trinitatis – alle mit sehr beschränkter Platzzahl“, informiert Pfarrer Lindemann weiter.

Pfarrer Albrecht Lindemann rät allen, die einen Gottesdienstbesuch am Heiligabend fest im Blick haben, sich anzumelden, da sich bereits jetzt ein großer Andrang abzeichne. „Wenn kein Coupon aus dem aktuellen Gemeindebrief zur Hand ist, reicht auch ein formloses Papier mit den vorgenannten Angaben“, so der Pfarrer.

Interessierte können die Anmeldungen bis spätestens 22. Dezember in den Postkasten des Pfarramtes auf der Schloßfreiheit 3 einwerfen oder per E-Mail an regionalpfarramt-zerbst@kircheanhalt.de schicken.