Zerbst l Wenn Sie heute, am letzten Tag des Jahres durch Zerbst gehen, wo hat sich die Stadt im Laufe des Jahres am meisten verändert, fragte die Volksstimme Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) im großen Jahresinterview Ende 2017. „Hier fällt die Fritz-Brandt-Straße/Jeversche Straße wohl am meisten auf. Noch vor wenigen Jahren von einigen fast abgeschrieben, tut sich hier Dank privater Investoren ordentlich was“, antwortete Dittmann vor gut drei Monaten.

Wohnungen mit Balkon

Nun steht ein weiteres Gebäude kurz vor seiner Fertigstellung: das Mehrfamilienhaus in der Jeverschen Straße Nummer 7.

Entstanden sind insgesamt 18 Wohneinheiten mit sechs Zwei-, elf Dreiraum- und zwei Vierraumwohnungen. Sieben Wohnungen bekommen auf der Rückseite des Gebäudes einen Balkon. Der Mietpreis liegt bei acht Euro je Quadratmeter.

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Der Investor, die SIS-Group, ein Unternehmen spezialisiert auf Hochbau, Sanierung und Immobilienverwaltung, investiert insgesamt 1,1 Millionen Euro in die Sanierung des Gebäudes. Erworben habe man das Gebäude als Abrissobjekt. Den Investor gefunden haben die Zerbster Firmen Nindel und Strohschneider.

„Die Restaurierung des denkmalgeschützten Gebäudes bewahrt seine Authentizität und die äußere Erscheinung der Fassade und verleiht sowohl innen als auch außen ein modernes Aussehen“, sagt Jivko Komarov, Geschäftsführer der SIS-Group.

Es sei gelungen, seine jahrhundertealte Geschichte erfolgreich mit hoch technologischen Baustoffen und energieeffizienten Systemen zu kombinieren.

Niedrige Betriebskosten

Das Gebäude biete ein unglaubliches Maß an Schall¬ und Wärmedämmung, das durch die Realisierung kompletter Außen- und Trennwanddämmsysteme, Trockenbaudämmsysteme sowie hochwertiger Holz- und PVC-Fensterrahmen mit Fünfkammerprofil und emissionsarmer Dreifachverglasung erreicht wurde. „Die Elektroinstallation wurde komplett erneuert, die Beleuchtungseinheiten sind LED, die in den meisten Fällen mit Bewegungsmeldern ausgestattet sind“, beschreibt Jivko Komarov.

Außerdem wurde eine innovative Zentralheizungsanlage mit Restenergienutzung sowie eine zentrale Warmwasserversorgung errichtet. „Unser Bestreben, ein energieeffizientes Gebäude zu bauen, garantiert extrem niedrige Betriebskosten für Strom und Wärme“, betont der Geschäftsführer.

Die Sicherheit des Gebäudes und der Bewohner werde durch das eingebaute Video-Tür-Eingangssystem mit Monitor in jeder Wohnung sowie Videoüberwachungskameras an den Eingängen und am Gebäuderand gewährleistet.

„Jede Wohnung verfügt über ein Kommunikationsnetz, das die Punkte in jedem Zimmer miteinander verbindet und eine drahtlose Verbindung mit bis zu 450 Megabyte (Mbit) und eine Kabelverbindung mit bis zu 1000 Mbit ermöglicht“, so Komarov.

Die eingebaute Kommunikationsinfrastruktur ermöglicht es, in jeder Wohnung optisches Internet und IP-TV zu nutzen. Zu diesem Zweck seien ein Glasfaserkabel sowie duplizierte Kupferkabel verlegt worden.

Auf dem Hof entstehen zwei Terrassen für die Erdgeschosswohnungen, Parkplätze und ein kleiner Spielplatz. Auf dem Grundstück gegenüber dem Hof soll später weiter investiert werden. Dort sind kleine Einfamilien- und Reihenhäuser geplant.