Nedlitz. Mit einem Umzug und einem kleinen Volksfest feierten die Kameraden der Nedlitzer Ortswehr am Sonnabend ihr 90-jähriges Bestehen. Zu den Gratulanten gehörten neben Stadtwehrleiter, Kreisbrandmeister und Bürgermeister auch Vertreter der Partnerwehren aus Theeßen und Schweinitz sowie der Wehren des Zerbster Stadtverbandes.

Ebenfalls angereist, Mitglieder der Jugendfeuerwehr Wernigerode. Die kooperieren seit einiger Zeit mit der Nedlitzer Feuerwehrjugend. Erst kürzlich war eine Gruppe zu einem mehrtägigen Besuch in Wernigerode.

„Die Nedlitzer Kameraden haben im Zusammenspiel der Kräfte des Stadtfeuerwehrverbandes eine ganz wichtige Funktion, nicht nur für den Grundschutz hier im Ort, sondern auch für die Absicherung der Wälder rings um den Ort“, betonte Bürgermeister Andreas Dittmann und stellte die entsprechende Anpassung der Fahrzeuge in Aussicht.

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Wichtige Kraft beim Brandschutz

Natürlich würde auch die Nedlitzer Wehr – wie alle anderen auch – weiterhin für sich trommeln müssen. „Moderne Technik setzt auch immer voraus, dass aktive Kameraden da sind, die sie bedienen.“

Dittmann wünschte den Kameraden weiterhin alles Gute und sagte weiter: „Ich freue mich bereits auf die Feier zum 100. Geburtstag.“

Zusammenarbeit mit Nachbarwehren

Stadtwehrleiter Denis Barycza zeigte sich begeistert von der Kooperation der Nedlitzer mit anderen Wehren, auch außerhalb des Stadtverbandes. „Gerade mit den Wehren Schweinitz und Theeßen werden wir wohl zukünftig öfter zusammenarbeiten dürfen oder müssen“, erklärte der Stadtwehrleiter und warb gleichzeitig für die Unterstützung der Ortswehren durch die Bevölkerung.

In den nächsten Tagen würden die Umbauarbeiten am Gerätehaus beginnen, sodass dann mit der Umstellung der Fahrzeuge begonnen werden könne.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Kreisbrandmeister Heiko Bergfeld äußerte seine Überzeugung, dass mindestens auch das 100-jährige Bestehen erreicht wird. „Ich lade mich hiermit schon einmal selbst ein. Ihr seid eine wichtige Wehr und wir brauchen euch“, sagte Bergfeld.

Einig waren sich Dittmann, Barycza und Bergfeld in einem: „90 Jahre zu bestehen ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr.“ Ortswehren müssten aufgelöst oder zusammengelegt werden. Die Auswirkungen, gerade auch im Dorfleben, würden erst nach und nach wirklich real.

Spiel ohne Grenzen

Im Anschluss an den offiziellen Teil zeigten sieben Mannschaften verschiedener Jugendwehren ihr Können beim Spiel ohne Grenzen. Hier musste der Nachwuchs einen Parcour aus dem Bereich Feuerwehr absolvieren. Die Besucher konnten indes ihr Glück bei der Tombola versuchen oder mit dem Hub-steiger in die Lüfte gehen.

Ortswehrleiter Andreas Schulze dankte allen Bürgern und Firmen für ihre finanzielle Unterstützung. „Ohne Spenden wäre das Fest nicht möglich gewesen“, betonte Schulze.