Nedlitz l Es war im Mai 2018, als Landrat Uwe Schulze die Nedlitzer Kita „Gänseblümchen“ besuchte und den Fördermittelbescheid überbrachte. Der Landkreis An- halt-Bitterfeld hat in diesem Jahr insgesamt 60.000 Euro eigene finanzielle Mittel für Baukostenzuschüsse an freie und kommunale Träger von Kindertageseinrichtungen in seinen Haushalt eingestellt. Die Volkssolidarität, Kinder-, Jugend- und Familienwerk gGmbH Sachsen-Anhalt, beantragte daraus Fördermittel in Höhe von rund 52.000 Euro für die Nedlitzer Kindertagesstätte „Gänseblümchen“ und bekam sie. Große Freude herrschte, dass die Summe in vollem Umfang gewährt wurde.

Dach war marode

Das Dach des Objektes war marode, die Terrasse hinterm Haus hatte viele Stolpersteine für die kleinen Füße aufzuweisen. Über den Sommer konnte die Sanierung erfolgen. An der Terrasse war die Firma Zetieba zu Gange. Am Dach schafften sich die Dachdecker von Heinz Naul. „Für die Kinder wurde die Baustelle zum Dauerprojekt“, so Kita-Leiterin Annett Barakowski. „Früh ging der erste Blick aus dem Fenster, wie weit die Baustelle ist und welche Fahrzeuge da sind“, erzählte sie.

Die alte Terrasse wurde weggerissen, die Fläche unterm Überdach neu gepflastert bis rings um die beiden Sandkästen. Jetzt ist die Stolperei vorbei, und die Steppkes können hier auch wunderbar mit ihren Fahrzeugen – vom Bobbycar bis zum Roller – fahren.

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Als die Terrasse fertig war, kam das Dach an die Reihe. Doch bevor die Männer loslegen konnten, mussten vom Bauhof erst noch die Bäume verschnitten werden, die hier in den Arbeitsbereich ragten. 28.500 Euro umfasste der Teil der Dachdeckerarbeiten. Der Rest der 52.000 Euro vom Landkreis gingen in den Fußboden. „Ich bin froh, dass wir Firmen gefunden haben, die kurzfristig gebunden werden konnten“, sagte Cornelia Kurowski, die Geschäftsführerin vom Familienwerk der Volkssolidarität.

Da alle guten Dinge drei sind, wurden Dacherneuerung und Terrasse ergänzt durch die Erneuerung des Wärmeerzeugers in der Kita und die Umstellung des Heizmediums von Heizöl auf Erdgas. Das übernahm die Lindauer Firma Kieler. Die alte Öltankanlage wurde rückgebaut und entsorgt. Diese Maßnahme, die 11.500 Euro umfasste, übernahm die Stadt Zerbst, wie auch die Erneuerung des Trinkwasseranschlusses.

Der Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann ist froh, dass die Nedlitzer Kita auf Vordermann gebracht werden konnte. Er erinnerte, dass es Zeiten gab, zu denen die Schließung der Einrichtung zur Diskussion stand auf Grund zu weniger Kinder. Doch die Zeiten sind entgegen aller Prognosen vorbei. Bis zum Ende des Jahres wird die Kita ihre maximale Kapazität von 48 Kindern erreicht haben.

Durch die Entsorgung der Öltankanlage gibt es nun einen zusätzlichen Raum in der Kita. Der soll zur Nutzung hergerichtet werden. Ein Durchbruch, neue Fenster etc. sind notwendig. Auch die Fassade könnte eine Erneuerung vertragen, wie auch die Überdachung über der Terrasse erneuert werden könnte. Was noch nötig ist, wollten Cornelia Kurowski und Annett Barakowski dem Landrat gestern eigentlich mit auf den Weg geben. Der hatte sich aber kurzfristig wegen anderer Dringlichkeiten entschuldigen lassen.

Aus Anlass der abgeschlossenen Sanierung wurde mit den Kindern und deren Familien ein Sommerfest gefeiert. Mit einem kleinen Programm erfreuten die Steppkes das Publikum, zu dem auch Vertreter der baubeteiligten Firmen und der Stadt gehörten. Da waren fleißige Handwerker zu erleben oder Anne, die auf einem Besenstiel flog. Nachdem der Applaus verklungen war, durften die Kinder bunte Luftballons steigen lassen, einige mit Absender versehen.

Auf Hüpfburg austoben

Es gab Kaffee und Kuchen, den die Eltern gebacken hatten, Gegrilltes und Zuckerwatte. Auf einer Hüpfeburg konnten sich die Steppkes austoben und beim Basteln betätigen.