Zerbst. Kein einziger Platz war mehr frei, als der Flieger mit den 200 Passagieren an Bord abhob. Ihre Begrüßung übernahmen die Stewardessen Esther Enke und Pia Reichardt, die selbstverständlich auf Notausgänge und das Servieren des Imbisses hinwiesen und das nicht nur auf Deutsch, sondern natürlich ebenfalls auf Englisch.

Für den längst traditionellen und beliebten Kulturabend hatten sich die Zwölftklässler des aktuellen Jahrgangs ein tolles Konzept überlegt. Unter dem Motto „In 80 Minuten um die Welt“ schlüpfte das Moderatorenduo Anna Budich und Erik Dolezal in die Rolle von Touristen, die in verschiedenen Ländern der Erde landeten. Über Frankreich und Italien ging es bis nach Australien und in die Karibik, bevor Abstecher nach Kanada, Irland und die USA folgten.

Gesang und Tanz trifft auf Schauspiel

Überall verwandelten sich ihre Gefühle, Gedanken und Erlebnisse in unterhaltsame Beiträge, die von Mitschülern sowie ehemaligen Abiturienten gestaltet wurden. Auf diese Weise ergab sich ein äußerst vielfältiges Programm, das durch den Roten Faden der Weltreise elegant verwoben war. Von der klassischen auf dem Cello vorgetragenen Sonate über den mitreißenden Schlager bis hin zu aktuellen Hits reichte die musikalische Palette. Die Zuhörer lauschten gefühlvollen, berührenden und ausdrucksstarken Darbietungen, bei denen junge talentierte Sängerinnen auf begabte Nachwuchspianisten trafen.

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Schwungvolle Rhythmen kamen in Lateinamerika mit den Tänzerinnen des Vereins „O‘Blue“ dazu, die mit der Choreographie zur Abenteuerreihe „Fluch der Karibik“ zudem für Piratenflair sorgten. Das Motto des Abends griff die Theatergruppe des Francisceums auf. Unter der Leitung von Lehrerin Heike Richert brachten sie eine moderne Version des Romanklassikers „In 80 Tagen um die Welt“ von Jules Verne auf die Bühne. Erneut bestieg Phileas Fogg samt seines Dieners Passepartout den Heißluftballon, um rund um den Globus zu reisen. Dabei trafen sie auf fesche Cowboys, hübsche Modells oder auch junge Umweltaktivisten.

Erlös fließt in Abi-Kasse

Derweil wechselten Anna und Erik immer wieder ihre Outfits, um für jedes Land passend gekleidet zu sein und auf diese Weise mit witzigen Dialogen charmant zum nächsten Beitrag überzuleiten. Das Publikum folgte begeistert der Flugroute der Beiden, die am Ende wieder in Deutschland landeten. Mit dem Jahrgangslied „Auf uns“ von Andreas Bourani verabschiedeten sich die Zwölftklässler letztlich von ihren Passagieren, die nicht mit Beifall sparten. Im Gegenteil. Die vielen Zuschauer spendeten reichlich Applaus sowie den einen und anderen Euro für die Abi-Kasse, in die zudem der Erlös aus dem Verkauf der Würstchen und belegten Brötchen während der Pause floss. Mit dem eingenommenen Geld finanzieren die Schulabgänger ihre Abschlussfeierlichkeiten im nächsten Jahr.

Der Eintritt zum Kultur-abend hingegen war frei. Diesen hatte ein Team bestehend aus 16 Mädchen und Jungen der zwölften Klassen mit Unterstützung von vier Lehrerinnen bis ins letzte Detail vorbereitet. Seit Schuljahresbeginn trafen sie sich regelmäßig, um die Veranstaltung zu organisieren. Und das mit Erfolg wie die gelungene Reise um die Welt bewies.