Ronney l Sich ausschließlich vegan zu ernähren, ist eine Lebenseinstellung. Dafür muss man sich entscheiden, und es durchziehen. Wer nicht so konsequent auf alle tierischen Produkte verzichten will, kann sich aber auch viele Aspekte der veganen Ernährung in seinen Alltag einbauen. Zur Abwechslung lässt sich ein veganes Barbecue gestalten. Wie das geht, vermittelt ein Seminar im Umweltzentrum Ronney.

Ideen für die nächste Grillparty

Nicht alle Teilnehmer am Tisch waren eingefleischte Veganer. Einige probierten es gerade aus, andere wollten sich einfach ein paar Anregungen für die nächste Grillparty holen. Die Seminarleiterin Marie Henke hatte interessante Rezepte für die Veranstaltung ausgewählt. Trockene Theorie stand nicht auf dem Plan. Vielmehr sollten alle Gäste selber zu Werke gehen.

Kindeybohnen-Burger und gefüllte Zucchini sollte es zu Mini-Fladen und Zwiebelstangen geben, dazu mediterranen Kichererbsensalat, cremigen Avocadosalat und Avocadosalsa. Schnell waren kleine Gruppen gebildet, und es ging an die Arbeit. Gemüse wurde geschnitten, Teig geknetet, Salat gemischt und gewürzt. Marie Henke hatte hier und da Tipps parat, gab Erläuterungen zu einzelnen Lebensmitteln, beantwortete Fragen.

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In der lockeren Atmosphäre fand natürlich auch ein Austausch der Teilnehmer unterein- ander statt. Jeder steuerte bei, was er selbst zu Hause schon ausprobiert hatte. Alsbald war alles vorbereitet, so dass nur noch der Grill angeworfen werden musste. Die Mini-Fladen bekamen schnell Farbe. Die Zucchini waren beidseitig zu grillen, bevor sie im Anschluss ihre Quinoa-Füllung bekamen.

Weniger Wasserverbrauch

An der langen Tafel nahmen schließlich alle Platz, um das vegane Barbecue gemeinsam zu genießen. „Vegan ist cool und lecker!“, so Marie Henke. Das konnten alle anderen nur bestätigen an dem Abend. Und obenauf wirkt sich vegane Ernährung positiv auf die Umwelt und Gesundheit aus. So fallen beispielsweise pro Kilogramm Fleisch 26 Kilogramm Treib-hausgase an, bei einem Kilo Haferflocken nur 0,8. 15.500 Liter Wasser werden pro Kilogramm Rindfleisch benötigt, für ein Kilo Kartoffeln sind es nur 900 Liter. Außerdem haben Fleischesser im Vergleich zu Veganern ein 49 Prozent erhöhtes Risiko an Diabetes zu erkranken. Während tierische Produkte das Krebsrisiko erhöhen, wird es von pflanzlichen Lebensmitteln gesenkt. Gründe gibt es genug, auf vegane Ernährung umzustellen. „Es kommt auf die richtige Zusammensetzung an“, so Marie Henke.

Wie das geht, das erfahren Teilnehmer auch beim nächsten Kurs am Freitag, 17. August, ab 17 Uhr im Umweltzentrum. „Vegan – für mich und meine Umwelt“ heißt es da, und es wird ein Drei-Gänge-Menü zubereitet.