Arbeitseinsatz

Lehrpfad in Niederlepte ist wieder aufgehübscht: Ciervisti-Schüler werden beim Pflegeeinsatz aktiv

Mit wenig Aufwand etwas für die einheimische Tierwelt tun, dafür finden sich Beispiele am Lehrpfad Niederlepte. Einst mit Ciervisti-Schülern angelegt, waren jetzt Siebtklässler der Sekundarschule für ein paar Pflegearbeiten vor Ort.

Von Petra Wiese
Schüler der Klasse 7 a der Zerbster Ciervisti-Schule waren am Lehrpfad Niederlepte in Gange.
Schüler der Klasse 7 a der Zerbster Ciervisti-Schule waren am Lehrpfad Niederlepte in Gange. Foto: Petra Wiese

Niederlepte - Wer von Zerbst aus über Niederlepte in Richtung Hohenlepte unterwegs ist, dem ist vielleicht schon mal der Weg aufgefallen, an dem sich ein paar hölzerne Schilder befinden und an dem verschiedene Holz- und Steinansammlungen, Nistkästen stehen.

Das ist der Lehrpfad Niederlepte, der hier im Mai 2016 gegründet wurde. Daran war die damalige Klasse 10 d der Zerbster Ganztagsschule beteiligt. Die Idee für den Lehrpfad stammte von Marietta Klüdtke. In den Folgejahren sollte der Lehrpfad durch Ciervisti-Schüler erweitert werden. Im April 2017 berichtete sogar ein Fernsehteam des MDR darüber.

Vorletzter Schultag genutzt

In den vergangenen Jahren waren es dann vor allem Marietta Klüdtke und ihr Mann, die sich um den Lehrpfad kümmerten. Von der Schule aus war und ist es kaum zu leisten, mit Schülern hier heraus zu kommen. Dafür stehen einfach keine Stunden und Lehrer zur Verfügung.

Nun bot es sich jedoch an, den vorletzten Schultag zu nutzen. Mit ihrer Klasse 7a versuchte Marietta Klüdtke, den Lehrpfad wieder ein wenig instandzusetzen. 

2016 war der Lehrpfad Niederlepte am Müllerdamm angelegt worden. Jetzt wurde er instandgesetzt.
2016 war der Lehrpfad Niederlepte am Müllerdamm angelegt worden. Jetzt wurde er instandgesetzt.
Foto: Petra Wiese

In zwei Gruppen waren die Schüler vor Ort. Mit Hacken gingen sie zu Werke und siehe da, unter der Grasschicht kam das alte Pflaster des Weges zum Vorschein. Die originalen Feldsteine vom Müllerdamm. Der führt in Richtung Nuthasche Mühle, die Brücke zur Mühle gibt es heute allerdings nicht mehr. Eine einfache Arbeit, die alten Steine freizukratzen. Als der Weg noch mehr frequentiert wurde, konnte man noch über das Pflaster fahren, aber so nach und nach ist alles zugewachsen.

Und auch in den Anlagen am Wegesrand wächst einiges ungebremst. Ein bisschen Pflege ist da schon notwendig. „Damit sich die Leute die Sachen auch wieder anschauen können“, so Marietta Klüdtke. Hier wurden Kleinstlebensräume geschaffen. Hier wird gezeigt, wie man mit wenig Aufwand der einheimischen Tierwelt helfen kann. 

Tipps für Tierschutz im eigenen Garten

Lesesteinwall, Benjeshecke, Igelverstecke, Totholzansammlungen, Insektenhotel und Feldhecke sind entlang des Müllerdamms zu finden. Letztere will nicht so recht gelingen, aber Marietta Klüdtke pflanzt immer mal wieder nach.

Auch Schilder geben Auskunft zum Lehrpfad. Der ein oder andere hält vielleicht doch mal an, um sich die Anlage anzuschauen. Auf jeden Fall finden sich gute Beispiele, was man im eigenen Garten machen kann, um Tieren Schutz und Unterschlupf zu bieten.