Loburg l Am Sonntag gab es gleich drei Gründe, im Ort vorbeizuschauen. Pflanzen, Störche und ein Osterhase auf Reisen. Als um zehn Uhr vormittags die Mitglieder des Vereines „Loburger Weg“ die Burgtore öffneten, warteten schon die ersten Besucher. Zum dritten Mal veranstaltete der Verein auf der Burg seine Pflanzenbörse. Es galt, neue Pflanzen für den eigenen Garten zu bekommen, selber Pflanzen abzugeben, zu tauschen oder zu kaufen. Allerdings setzte sich laut Aussagen des Vereinsvorsitzenden Ludwig Dommroese der Trend der Vorjahre fort: Es kamen mehr Besucher, um zu bekommen, kaum jemand zum selber anbieten. Über den regen Besucherzulauf freuten sich die Organisatoren aber dennoch.

„Es werden noch mehr Leute kommen, wenn das Rittergut aufmacht und die Besucher eine Runde durch Loburg machen“, weiß Dommroese am Vormittag.

Am kommenden Wochenende startet der Verein in die Burgsaison, dann öffnet der Verein die Burgtore am Sonnabend und Sonntag erneut, für die Besichtigungen von Kaffeekannensammlung, der Heimatausstellung und einem weiten Blick ins Loburger Land vom Burgturm.

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Fünf Storchen-Paare

Von dort dürfte man dann auch einen der mindestens zehn Adebare sehen, die sich in diesem Jahr Loburg wieder als Sommersitz auserkoren haben. „Loburg kann sich in diesem Jahr wieder ‚storchenreich‘ nennen“, erklärt der Loburger „Storchenvater“ Christoph Kaatz. In der Vogelschutzwarte haben die Vogelkundler festgestellt, dass fünf der Horste im Ort von Brutpaaren besetzt sind. Das erlaubt die Bezeichnung „storchenreich“. Derzeit stehen die Zeichen gut, dass in allen Nestern Nachwuchs zu erwarten ist. Der Regen der vergangenen Nächte tut dem ansonsten zu trockenen Monat April gut. „Wenn die jungen Störche schlüpfen, sind ihre erste Nahrung Regenwürmer“, erklärt Kaatz.

Auch auf dem Storchenhof setzt sich der Trend des Vorjahres fort: Durch die Besucher der Gastronomie am Rittergut kommen auch mehr Besucher auf den Storchenhof in die Chausseestraße. Derzeit begeistern Küken und Lämmer besonders die Kinder in den Besuchergruppen.

Osterhase versteckt Eier

Zu toppen war das Angebot des Storchenhofs am Sonntag nur durch eine Fahrt mit dem Osterhasenexpress der Dampfzugbetriebsgemeinschaft. Gut 160 Fahrgäste machten sich auf den Weg mit dem Traditionszug ins Grüne. Dort hatten die Vereinsmitglieder für Kinder Osterüberraschungen versteckt.