Brandserie in Zerbst geht weiter

Mutmaßlicher Feuerteufel zündet nahe Zerbst ein Getreidefeld an

Drei Ortsfeuerwehren und Mitarbeiter des landwirtschaftlichen Betriebes halten die Flammen im Zaum. Zeugen berichten von einer männlicher Person, die mit dem Fahrrad den Einsatzort verlässt.

Von Thomas Kirchner 12.07.2021, 17:23
Bereits am 18. Juni hatte ein unbekannter Mann mutmaßlich ein Waldstück nahe Badetz angezündet.
Bereits am 18. Juni hatte ein unbekannter Mann mutmaßlich ein Waldstück nahe Badetz angezündet. Foto: Thomas Mücke

Hohenlepte - Am Montagvormittag stand in der Nähe der Ortschaft Hohenlepte ein Getreidefeld in Flammen. Der Alarm ging gegen 11 Uhr bei den Ortsfeuerwehren Zerbst, Güterglück und Nutha ein. „Als wir eintrafen, waren Mitarbeiter des landwirtschaftlichen Betriebes bereits dabei, mittels Egge einen Ring zu ziehen, um so das Ausbreiten der Flammen zu verhindern“, sagt Einsatzleiter Steffen Schneider.

So hätten die insgesamt 17 Einsatzkräfte das Feuer relativ schnell unter Kontrolle bringen und schließlich löschen können. „Nach Angaben der Mitarbeiter des Betriebes war etwa ein halber Hektar von dem Feuer betroffen“, so Schneider.

Zur möglichen Brandursache sagt der Einsatzleiter: „Zeugen haben berichtet, dass sich ein Mann mit einem Fahrrad von der Brandstelle entfernt habe. Also gehen wir von einer möglichen Brandstiftung aus und haben daraufhin natürlich sofort die Polizei informiert“, schildert der Einsatzleiter. Der Einsatz habe etwas mehr als eine Stunde gedauert.

Mitte Juni beobachten Zeugen ebenfalls einen mutmaßlichen Brandstifter

Bereits am 18. Juni hatte ein unbekannter Mann mutmaßlich ein Waldstück nahe Badetz angezündet. Auch bei diesem Brand hat es Zeugen gegeben, wie der Nuthaer Ortswehrleiter Thomas Mücke schilderte. Eine Familie aus Hohenlepte hatte Flammen aus dem Waldstück schlagen und einen Unbekannten scheinbar flüchten sehen.

Die Familie habe sofort gehandelt, die Feuerwehr gerufen und anschließend versucht, das Feuer im Zaum zu halten. Ein junges Pärchen, das in diesem Moment vorbei fuhr, eilte ihnen zu Hilfe.

Thomas Mücke sagte damals: „Ich möge mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn das Feuer über längere Zeit unentdeckt geblieben wäre. „Bei der momentanen Hitze und Trockenheit hätten wir es schnell mit einem flammenden Inferno zu tun gehabt.

Seit Monaten kommt es in der Einheitsgemeinde immer wieder zu Bränden, die offenbar absichtlich gelegt werden.