Steckby l Noch zum Jahresende will das Landesverwaltungsamt die neue Verordnung für das neue Naturschutzgebiet „Mittelelbe zwischen Mulde und Saale“ veröffentlichen. In der zweiten Jahreshälfte hatte das Thema nicht nur die Kommunen, sondern auch viele Bürger in den betroffenen Gebieten beschäftigt. „Wir sind sehr gespannt, was dort festgelegt wird“, sagt die Steutzer Ortsbürgmeisterin Regina Frens. Sie geht davon aus, dass das Landesverwaltungsamt, unter dessen Federführung das Verfahren läuft, auf die zahlreichen Hinweise aus den betroffenen Kommunen reagieren werde. Nicht nur die Elborte auf der Zerbster Seite sind von dem neuen Naturschutzgebiet betroffen. Ebenso an den Schutzgebieten liegen die Orte auf der anderen Seite des Flusses in der Stadt Barby.

Tausende Hinweise

Innerhalb der Widerspruchsfrist erreichten das Landesverwaltungsamt in Halle mehrere Tausend Hinweise und Widersprüche zu dem veröffentlichten Verordnungsentwurf. Innerhalb der Verwaltung des Landesverwaltungsamtes wurden die Hinweise und Widersprüche in den vergangenen Wochen ausgewertet und entsprechend ihrer Bedeutung darauf geprüft, ob sie in die Regelungen für das Naturschutzgebiet einfließen sollen. Zum Jahresende, so der bislang veröffentlichte Zeitplan, soll die neue Verordnung veröffentlicht werden, ohne dass die Bürger zuvor noch einmal die Möglichkeit erhalten, sich damit auseinander zu setzen.

Landwirte warten

Mit Spannung wird die Ausweisung des neuen Naturschutzgebietes deshalb von den Bürgern der Elbaue erwartet. Ebenso warten die Landwirte auf die Regelungen. Denn die Landwirtschaft ist in der Elbaue ebenso von den neuen Vorschriften betroffen. Das neue Naturschutzgebiet soll große Flächen unter Schutz stellen und damit vielen Tieren einen Lebensraum geben. Durch das neue Naturschutzgebiet fließt die Elbe als Bundeswasserstraße. Hier gibt es kaum Einschränkungen in der Nutzung. Die Schiffbarkeit wird nicht durch das Naturschutzgebiet beeinträchtigt, hieß es in den Planungen.