Zerbst l „Das ist ein ganz unglaubliches Ambiente, die Akustik ist sehr schön“, freut sich der Chefdirigent der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie, Gerard Oskamp, auf das Konzert im Zerbster Schloss. Am Sonnabend, 16. September, wird zur traditionellen Serenade eingeladen. „Es dürfte das 13. Konzert im Schloss sein“, so Jana Reifarth vom Schlossförderverein. „Ich bin dankbar, dass wir kontinuierliche Unterstützung haben“, sagte sie, denn das Konzert wurde einmal mehr möglich durch die Unterstützung der Gasstadtwerke Zerbst GmbH und deren Partnerunternehmen, die Erdgas Mittelsachsen GmbH.

Die Besucherzahlen der vergangenen Jahre sprechen für sich. „Die Gäste kommen recht gerne zu uns“, weiß Jana Reifarth. Zum fünften Mal kommt inzwischen auch Chefdirigent Gerard Oskamp nach Zerbst und findet es schön, dass es jedes Jahr Veränderungen im Schloss gibt, dass es immer ein bisschen weiter geht. Der aus Holland stammende Oskamp, der die Leitung der hat die Serenade in diesem Jahr mit „Spielerische Leichtigkeit“ überschrieben.

Mit 25 Musikern des beliebten Klangkörper – Streicher und sechs Bläser – wird er das Publikum mit leicht verspielten Melodien erfreuen. Schließlich muss Klassik nicht immer dramatisch sein.

Vorverkauf hat begonnen

Carl Christian Agthe, der Mozart von Sachsen-Anhalt, ist der Komponist der beiden Hauptwerke. Agthe, 1762 in Hettstedt geboren und 1797 in Ballenstedt gestorben, war unter anderem als Organist und Kappellmeister am Hof des Fürsten zu Anhalt-Bernburg und später am Hoftheater Ballenstedt tätig.

Er war ein produktiver Komponist, schrieb Opern, Dramen, Konzerte, Libretti und Lieder. Er vertonte hauptsächlich Lieder und Gedichte bedeutender Dichter der klassischen deutschen Literatur. Wolfgang Amadeus Mozart und Agthe waren sich nicht nur musikalisch sehr nahe, sondern teilten auch das Schicksal, nur 35 Jahre alt zu werden. Mit Carl Christian Agthe ist auch der regionale Bezug für das Konzert im Zerbster Schloss hergestellt.

Neu CD wird eingespielt

Während der Serenade erklingen Agthes Flötenkonzert mit Gabriele Zucker als Solistin sowie die Sinfonie Nr. 8. Diese und weitere Werke von ihm wird die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie übrigens im September für ihre neueste CD einspielen.

Am 1. Dezember soll diese CD dann bei einem festlichen Konzert in Anwesenheit vieler prominenter Gäste im Schloss Theater Ballenstedt der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Eröffnet wird das Konzert im Zerbster Schloss mit der Streicherserenade von Josef Suk (1874 – 1935). Suk ist nicht nur als Komponist sondern auch als gefragter Violinist seiner Zeit bekannt. Er war der Schwiegersohn von Antonin Dvorak. An dessen musikalische Tradition orientiert sich auch die im Jahre 1892 entstandene viersätzige Streicherserenade.

Der Kartenvorverkauf für die Serenade im Schloss, die um 19.30 Uhr beginnt, hat jetzt begonnen. 100 Plätze gibt es bei dem Konzert. Karten sind in der Zerbster Touristinformation am Markt zu haben. Der Erlös aus dem Ticketverkauf geht an den Förderverein Schloss Zerbst zur Unterstützung seiner Arbeit für den Erhalt des historisch-bedeutsamen Gebäudes.