Zerbst l Das Versammlungszimmer im Zerbster Revierkommissariat ist voll besetzt. Neben zahlreichen Kollegen haben auch Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) und Ordnungsamtsleiterin Kerstin Gudella am Tisch Platz genommen.

Vielseitige Karriere

Polizeioberrätin Michaela Lange blickte auf die abwechslungsreiche Karriere zurück. Die Leiterin des Polizeireviers Anhalt-Bitterfeld berichtete, dass Klaus-Dieter Hybotter zunächst Maschinist lernte, um dann in den Polizeiberuf einzusteigen. Seine erste Stelle sei die Volkspolizeikompanie (VPK) Roßlau im Jahre 1978 gewesen. Dort begann er zunächst als Feuerwehrmann, am 1. März 1980 wurde er zum Verkehrsüberwacher, „bis er dann am 1. September 1987 Offiziersschüler an der Offiziersschule in Aschersleben wurde“, las die Beamtin vor. Anschließend wurde er Leiter eines VP-Gruppenposten in Coswig. „Das war eine ABV-Gruppe, ist das richtig?“, fragte die Leiterin. Hybotter bejahte das. Die Aufgabe der Abschnittsbevollmächtigten ähnelt denen der Regionalbereichsbeamten sehr stark.

Gute Zusammenarbeit

Ab 1991 wurde Klaus-Dieter Hybotter zum Sachgebietsleiter Verkehr eingesetzt, ab 1997 wurde er zum Leiter des Vekehrsdienstes befördert. Es folgten Aufgaben in der Polizeidirektion in Dessau und als Leiter der Polizeistation in Coswig. 2001 wechselte er nach Zerbst, wurde dort Einsatzleiter. „Seit 1. Juli 2014 ist er RBB in Zerbst gewesen“, schloss sie ihre Rede und bedauerte, den erfahrenen Polizisten in den Ruhestand verabschieden zu müssen. Andreas Dittmann würdigte die Zusammenarbeit mit der Polizei im Generellen, aber auch im Besonderen mit den RBB. „Da haben wir noch besser zusammengearbeitet als davor“, sagte Dittmann. Den Abschied sehe er mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Er wünschte dem Polizeihauptkommissar a.D. viel Gesundheit. Revierkommissariatsleiter Frank Krehan nannte ihn seine „linke, manchmal auch meine rechte Hand.“ Er wünschte ihm viel Glück im Ruhestand.

Angst habe er nicht vorm Ruhestand, sagte Hybotter. „Ich habe jede Menge in Haus und Garten zu tun“, sagte er. Eigentlich sei seine Zeit als RBB mit die schönste gewesen, sagt er. „Da muss man die Leute nicht maßregeln, sondern kann von vornherein einwirken, dass nichts passiert.“ Der Umgang mit den Menschen habe ihm am meisten gefallen.