Zerbst l Der marode Zustand vieler Gehwege in Zerbst ist der Stadtverwaltung bekannt. Allerdings können nicht alle Fußwege auf einmal instand gesetzt werden. Das hängt unter anderem mit der Lage innerhalb der Stadt und der damit verbundenen Finanzierung zusammen, wie Heike Krüger, Leiterin des Bau- und Liegenschaftsamtes, erläutert.

Investiert wird in den Gehwegbau im Sanierungsgebiet, das den Altstadtbereich innerhalb der Stadtmauer sowie das Areal der früheren Wilhelminischen Kasernen umfasst, Zerbst-Nord jedoch ausschließt. So sollen am Montag, spätestens am Dienstag, die Tiefbauarbeiten Am Plan starten. Dort werden die alten DDR-Platten gegen graues Rechteckpflaster ausgetauscht. „Vereinzelt wird die Bordanlage erneuert“, erläutert Bauamtsmitarbeiter Dietmar Habelmann mit Blick auf defekte Bordsteine. Die Gosse selbst wird nicht angefasst.

Die Maßnahme soll unter halbseitiger Sperrung realisiert werden und zwar in Teilabschnitten. „Wir fangen auf der Seite des Altenpflegeheims und der Schule an“, sagt Habelmann. Dass der Gehweg Am Plan jetzt als erstes verwirklicht wird, hängt mit genau diesen beiden Einrichtungen zusammen, wie Heike Krüger ausführt. So sollen die Senioren künftig wieder problemlos mit ihren Rollatoren den Fußweg nutzen können. Zugleich soll der Schulweg gefahrlos zu meistern sein.

Insgesamt stehen für dieses Jahr 168 000 Euro für die Gehwege im Sanierungsgebiet zur Verfügung. Rund 1500 bis 1600 Quadratmeter Fußweg können damit saniert werden, erklärt Dietmar Habelmann. „Wir versuchen, so viel wie möglich zu machen“, merkt Heike Krüger an. Was unterm Strich tatsächlich realisiert werden kann, hängt von der Endabrechnung der einzelnen Straßenzüge ab, wie die Amtsleiterin ausführt. Deshalb werden auch nicht parallel gleich mehrere Gehwege erneuert, sondern abschnittsweise nacheinander. So ist dieses Jahr ebenfalls vorgesehen, den schlechten Fußweg in der Kupfergasse zu sanieren. Auch die Bäckerstraße soll zumindest bis Höhe Breitestein in Angriff genommen werden. Das hängt aber wie gesagt davon ab, wieviel Geld nach der Instandsetzung der beiden anderen Straßen übrig bleibt.

Gepflastert

Die denkmalrechtliche Genehmigung für die Gehwegsanierungen zumindest liegt vor – auch bereits für die künftig noch folgenden Straßen wie die Haselopstraße, die Rennstraße oder Mühlengasse beispielsweise. Diese werden ebenfalls mit modernem Rechteckpflaster versehen. Anders sieht das in der Brüderstraße, der Lüttgen Brüderstraße und am Weinberg aus. Dort wird rot gestrahltes Pflaster verlegt, wenn es soweit ist.

Finanziert werden die Sanierungsmittel aus den Ausgleichsbeiträgen, die für das Sanierungsgebiet „Altstadt Zerbst“ von den dortigen Grundstückseigentümern zu zahlen sind. Diese werden einmalig erhoben und können bis 2025 freiwillig beglichen werden – als Anreiz gibt es Abschläge.