Zerbst l „Bis auf die Hitze lief es bei uns gut an“, erzählt Sylvia Focke vom ersten Schultag an der Schule am Heidetor. Zwölf Klassen werden im Schuljahr 18/19 in der Förderschule für geistig behinderte Kinder unterrichtet.

Kürzere Stunden

Unter den Mädchen und Jungen sind viele Fahrschüler aus entfernteren Orten, weshalb es trotz hochsommerlicher Temperaturen kein hitzefrei gibt. „Wir richten uns auf die Schüler ein und fahren alles etwas runter“, beschreibt Schulleiterin Focke den Umgang mit dem schwül-heißen Wetter. Unterdessen freut sie sich, dass sie endlich die benötigte neue Förderschullehrerin bekommen haben.

Der Hitze sei dank ging es gestern an der Ganztagsschule „Ciervisti“ entspannt mit verkürztem Unterricht los. Auch heute sind die Stunden nur 30 statt 45 Minuten lang.

Wenn sich die Temperaturen nicht radikal abkühlen, bleibt das die nächsten beiden Wochen so. Ansonsten ist alles soweit im Plan, das Kollegium gut aufgestellt – nur ein Ethiklehrer wird noch gesucht.

Eher Schluss

Auf einen Kunst- sowie einen Mathe- und Psyiklehrer hofft man nach wie vor am Francisceum. Für die Gymnasiasten startete das neue Schuljahr mit der Klassenleiterstunde, in der Organisatorisches geklärt wurde. Dem schloss sich der Fachunterricht durch den Klassenlehrer an, danach war Schluss.

Heute veranstaltet das Francisceum einen Projekttag im Rahmen der Selbstverpflichtung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu sein. „Am Montag ist dann verkürzter Unterricht, dann schauen wir weiter“, informiert Schulleiterin Veronika Schimmel.

Auch in den drei Zerbster Grundschulen begann das neue Schuljahr eher entspannt. „Wir hatten nur vier Stunden Unterricht“, sagt die Schulleiterin der Astrid Lindgren Grundschule Heike Bengner. Da sei ja auch nicht wirklich Unterricht. „Vorrangig wurden die organisatorischen Dinge, wie Stundenpläne oder ähnliches mit den Kindern besprochen. Und nach der vierten Stunde war dann auch schon Schluss“, so die Schulleiterin.

Auf die Frage nach offenen Lehrerstellen an ihrer Schule sagt die Heike Bengner, dass noch zwei offene Stellen dringend besetzt werden müssten. „Unterrichtsausfall entsteht dadurch allerdings nicht“, betont die Schulleiterin.

Auch für die 2. bis 4. Klassen der Grundschule An der Stadtmauer war am ersten Schultag nach der vierten Stunde Schluss. „Hier reagieren wir einfach auf die hohen Temperaturen, nicht nur draußen, auch im Schulgebäude“, erklärt Schulleiterin Manuela Aretz. Die Kinder seien aber bis 13 Uhr in der Schule betreut worden.

In der evangelischen Bartholomäischule auf der Schlossfreiheit wurde am Morgen kräftig gelüftet. „Nach dem Durchzug ging es dann eine Weile mit den Temperaturen, dank des alten Gemäuers“, sagt Schulleiterin Friederike Grötzsch. Aber auch hier war 11.30 Uhr Unterrichtsende. „Danach wurde dann der Wasserspielplatz, der erst kürzlich auf dem Schulgelände eingeweihten Kinderstadt Kidopolis entstanden ist, von den Kindern gestürmt“, berichtet die Schulleiterin.