Zerbst l Lautes Kinderlachen hallt durch die Flure des Zerbster Francisceum. Knapp die Hälfte der rund 80 neuen Fünftklässler haben das Angebot des Gymnasiums in der vergangenen Woche angenommen und besuchten das Sommercamp. Ein kleines bisschen diente die Woche wohl auch als Testlauf für das Schuljahr 2020/2021. Denn durch die weltweite Corona-Pandemie und die vorherrschenden Kontaktbeschränkungen muss besonders auf die Einhaltung des jeweiligen Hygienekonzepts gepocht werden.

„Von dem Bildungsministerium des Bundeslandes haben wir relativ genaue Angaben bekommen. Auf den Gängen und dem Schulhof ist das Tragen der Mund-Nasen-Schutzmasken Pflicht. Nicht nur für zwei Tage, sondern wir erweitern diese Regelung erstmal für 14 Tage“, erklärt die Schulleiterin des Zerbster Gymasiums, Veronika Schimmel. „In den Klassenräumen können die Lehrer dann selbst entscheiden, ob eine Maske aufgesetzt werden muss, oder nicht. Generell gilt im Klassenraum die Abstandspflicht von anderthalb Metern. Bei größeren Klassen und bei Gruppenarbeit werden wir die Mund-Nasen-Masken dann aufsetzen lassen.“

Masken selbst mitnehmen

Die Masken müssen laut der Schulleiterin die Schüler selbst mitnehmen. Es seien zwar ein paar Ersatzmasken vorhanden, falls mal eine kaputt geht oder dreckig wird, aber es könne nicht jeder Schüler ausgestattet werden. „Da wir jedoch rund 60 Prozent Fahrschüler haben, die mit dem Bus zur Schule kommen, müssen diese schon vor dem Unterricht eine Maske tragen“, so Schimmel. Aus Sicht der Schulleiterin sind die Masken zwar gewöhnungsbedürftig, aber sinnvoll. „Wir sollten einfach alle vorsichtig miteinander umgehen.“

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Ein paar Straßen weiter sieht es in der Sekundarschule Ciervisti ähnlich aus. „Auch wir haben die Regelung, dass im und außerhalb des Schulgebäudes die Masken getragen werden müssen. Im Unterricht belassen wir es bei der Abstandsregel. Im Moment überlegen wir noch, ob wir eine Art Rechtsgehgebot mit Pfeilen auf dem Boden im Schulgebäude einrichten“, so die Schulleiterin Kirsten von Mandel.

Die Regelungen sollen in der Sekundarschule vorerst für die ersten beiden Tage gelten. Von Mandel betont jedoch, dass die Masken im Gebäude auf jeden Fall sinnvoll sind, aber sich gerade im Unterricht für die Konzentration schwierig gestalten. Auch hier müssen sich die Schüler ihren Schutz selbst mitbringen.

Grundschulen mit gleicher Regelung

Die evangelische Bartholomäi-Grundschule schließt sich dieser Regelung an. Auch hier wird in und auf dem gesamten Schulgelände die Maskenpflicht durchgezogen, für den Unterricht gilt diese jedoch nicht, wie Schulleiterin Friederike Grötzsch erläutert.

Die Grundschule an der Stadtmauer verlängert die vom Bildungsministerium vorgegebene Mund-Nasen-Maskenpflicht von zwei auf vierzehn Tage. „Am 27. und 28. August herrscht auf dem gesamten Schulgelände sowie im Schulgebäude Maskenpflicht, jedoch nicht im Klassenraum. Ab dem 31. August gilt weiterhin Maskenpflicht für Personal, Gäste, Schüler beim Ankommen sowie Verlassen des Schulgeländes und auf den Fluren“, so die Schulleiterin Manuela Aretz.

Eltern können Kinder vorbereiten

Auch hier sollen die Masken eher durch die Schüler selbst mitgebracht werden. „Viele Schüler haben eigene Masken. Wir haben aber schon im letzten Schuljahr Masken vom Landkreis und von der Stadt erhalten, die auch zur Verfügung stehen.“

Am Schluss gibt die Schulleiterin den Eltern und Schülern noch einen Rat: „Eltern können ihre Kinder auf den bevorstehenden Regelbetrieb vorbereiten, indem sie die Hygieneregeln auch zu Hause beachten, das Händewaschen trainieren und der Mund-Nase-Schutz als etwas Alltägliches angesehen wird. Kinder und Eltern sollen sich aber vor allem darauf freuen, dass ein regelmäßiger Schulbetrieb wieder fast uneingeschränkt möglich sein wird. Das Kollegium steht in den Startlöchern und ist sehr gut auf die Situation vorbereitet.“