Zerbst l Der Sozial-, Schul-, Kultur- und Sportausschuss hat in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen, den Eigenanteil zur Sanierung der Wettkampfanlagen im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion in Höhe von 110.000 Euro bereitzustellen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte im April die Förderung von 186 kommunalen Projekten beschlossen - darunter auch die Förderung der Sanierung der Wettkampfanlagen im Zerbster Jahn-Stadion in Höhe von 990.000 Euro. Bei einer 90-prozentigen Förderung beträgt der Eigenanteil der Stadt 110.000 Euro.

Um Sanierung bemüht

Seit vielen Jahren bemüht sich die Stadt Zerbst um eine Sanierung des Stadions. Das Gelände wurde in den 1930er Jahren zusammen mit dem Schwimmbad als Ausweichtrainingssportstätte für die Olympischen Spiele 1936 angelegt.

Die Laufbahn und die Wettkampfanlagen stammen aus dieser Zeit und entsprechen längst nicht mehr den zeitgemäßen und heutigen funktionalen Anforderungen sowie den geltenden Normen und Regelwerken. Dennoch werden sie noch immer von den Vereinen und Schulen aktiv genutzt.

Grundhafter Ausbau

Bereits 1999 und 2016 wurden deshalb für die Sanierung Entwurfsplanungen und die damit verbundenen Kostenschätzungen in Auftrag gegeben. Die Sportanlagen im Friedrich-Ludwig- Jahn-Stadionsollen sollen neu geordnet und einschließlich ihrer Seitenräume und Nebenanlagen unter gesamtkonzeptioneller Einbindung des Umfeldes grundhaft ausgebaut werden. Dies beinhaltet auch die gesicherte Entwässerung tangierender oder betroffener Anbaubereiche, Nebenanlagen und Ausstattungen.

Laut Beschlussvorlage umfasst das Projekt den Neubau einer wettkampftauglichen Kreisbogenkunststoffbahn in Orientierung an Wettkampfbahnen Typ C, eine Weitsprunganlage mit zwei Anlaufbahnen und einer Sprunggrube sowie eine Dreisprunganlage kombiniert mit der Weitsprunganlage.

Speerwurfanlage vorgesehen

Außerdem sollen zwei Kugelstoßanlagen sowie eine Speerwurfanlage entstehen. Die Nebenanlagen sollen barrierefrei gestaltet werden.

Aufgrund der hohen Investition und das Fehlen der entsprechenden Haushaltsmittel war die Sanierung bisher nicht realisierbar. Der Stadtrat muss den Beschluss des Sozial-, Schul-, Kultur- und Sportausschusses in einer seiner nächsten Sitzungen allerdings noch absegnen.