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Städtepartnerschaft Zerbster Bürgermeister besucht Puschkin

Das Zerbster Stadtoberhaupt Andreas Dittmann (SPD) will mit der Reise nach Russland die Städtepartnerschaft vertiefen.

Von Daniela Apel 23.06.2017, 01:01

Zerbst l Bürgermeister Andreas Dittmann reist Freitag in die russische Partnerstadt von Zerbst – nach Puschkin/ St. Petersburg. Über die Hintergründe des Besuchs sprach Redakteurin Daniela Apel mit dem Stadtoberhaupt.

Was ist der Anlass für ihren Besuch der Zerbster Partnerstadt?

Anlass ist der Geburtstag der Stadt Puschkin/St. Petersburg und das zu diesem Anlass stattfindende Treffen der Partnerstadt, das in ein Stadtfest eingebettet wird.

Mit welchen Erwartungen reisen Sie nach Puschkin?

Nun, ganz oben steht das Kennenlernen des neuen Verwaltungschefs, denn alle Städtepartner wurden vor zwei Wochen darüber informiert, dass es hier einen Wechsel an der Amtsspitze gab. Insofern wird es also auch darum gehen, auszuloten, welchen Stellenwert die Partnerschaft zwischen unseren Städten nun einnimmt. Denn das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Partnerschaft zwischen dem Gymnasium Francisceum und dem Puschkiner Gymnasium 406, um nur ein Beispiel zu nennen.

Nehmen Sie ein Gastgeschenk mit?

Natürlich gehört ein Gastgeschenk in das Reisegepäck. Neben unseren russischsprachigen Stadtinformationen werden es in diesem Jahr die Dekofliesen von St. Nicolai und St. Trinitatis und ein Bild des Zerbster Schlosses sein.

Welche Programmhöhepunkte erwarten Sie?

Erstmalig steht der Besuch eines Gottesdienstes in der Katharina-Kathedrale auf dem Programm, traditionell der große Festumzug, hier kam mir bereits zweimal die Ehre zu, im Namen aller Partnerstädte das Grußwort zu halten, was tatsächlich eine Heraushebung und besondere Würdigung unserer Stadt darstellt. Der Katharina-Palast steht traditionell auf dem Programm, hier darf man gespannt sein, welche Fortschritte die Restaurierungsarbeiten gemacht haben.

Was ist sonst noch geplant?

Viele Gespräche mit unseren Partnern und auch der Austausch mit den Vertretern der anderen Partnerstädte. Hier bin ich gespannt, wer alles da sein wird,, denn bei meinem letzten Besuch vor zwei Jahren, war ich neben einem weißrussischen und einem russischen Vertreter der einzige Gast. Das war schon eine sehr besorgniserregende Situation, denn wenn Städtepartnerschaften je Sinn gemacht haben, dann ja wohl vor allem in Zeiten, wo es auf sehr viel Kommunikation und Austausch ankommt wie jetzt. Aber natürlich wird auch der Besuch von St. Petersburg auf dem Programm stehen und die weißen Nächte, die gerade zu erleben sind, werden die Nacht im Wortsinne zum Tag machen.

Womit hoffen Sie zurückzukommen?

Nun, vor allem hoffe ich, dass unter der neuen Stadtführung unsere Städtepartnerschaft den bisherigen hohen Stellenwert behält. Beim Besuch des Katharina-Palastes kann vielleicht schon der Grundstein für ein weiteres gemeinsames Ausstellungsprojekt mit dem Förderverein des Schlosses gelegt werden. Nicht nur in dieser Hinsicht ist es darum von Vorteil, dass mich Annegret Mainzer als Dolmetscherin begleitet, die ja auch im Internationalen Förderverein Katharina II., dem Schloss-Förderverein und beim Verein für Anhaltische Landeskunde verankert ist.