Ronney l Das Umweltzentrum Ronney fährt den Betrieb langsam wieder hoch, sagt der Chef des Trägervereins, Hartmut Kühnel. Nach Wochen der Zwangsschließung will sich die anerkannte Einrichtung wieder der Umweltbildung widmen und mit Kindern in dieser Woche beginnen.

Wochenlang hatte der Verein seine Mitarbeiter bislang in die Kurzarbeit geschickt. Die werde auch noch in der Zukunft andauern, sagte der Vereinsvorsitzende. Denn die Möglichkeiten des Umweltzentrums seien weiter beschränkt. Die Einrichtung wird von der öffentlichen Hand bezuschusst. Allerdings muss die Einrichtung zur Gegenfinanzierung auch eigene Einnahmen erwirtschaften, um die Fördermittel zu bekommen. In diesem Jahr gebe es wegen der Corona-Pandemie für die freien Träger einige Erleichterungen, wenn es ihnen wegen der Schließungen nicht immer gelingen sollte, die geforderte Quote der Eigenmittel zu erreichen, weiß er.

Nicht nur Kindergruppen kommen in die Einrichtung an die Elbe. Auch in der Erwachsenenbildung ist die Einrichtung sehr aktiv und bietet regelmäßig Veranstaltungen an. Die wird es jetzt noch nicht geben, sagt der Vereinsvorsitzende. Wirtschaftlich könnten die Veranstaltungen noch nicht dargestellt werden, wenn nur fünf Leute zusammen kommen dürften, begründet er. Damit sich die Veranstaltungen wirtschaftlich rechnen, brauche der Verein mindestens acht Teilnehmer, begründet er die Entscheidung, die beliebten Veranstaltungen noch auszusetzen. Wann die Seminare wieder starten, hänge nun von der weiteren Entwicklung der geplanten und angekündigten Lockerungen ab.

Im Jahresbericht wird die Corona-Pandemie eine Spur hinterlassen. Im ersten Halbjahr hatte die Einrichtung kaum Besucher. Nach der Winterruhe beginnt gerade im Frühling die Arbeit der Einrichtung. Dabei erreicht das Haus in durchschnittlichen Jahren eine fünfstellige Zahl an Besuchern. Durch die Lage an der Elbe und der Grenze zweier Kreise strahlt das Umweltzentrum in beide Landkreise aus. Nicht wenige Besucher kommen aus dem Salzlandkreis und wissen die Einrichtung zu schätzen.

Festhalten will das Umweltzentrum an den geplanten Ferienfreizeiten in diesem Jahr. Voraussetzung sei natürlich, dass sich nichts ändert, sagt Hartmut Kühnel. Wenn sich aber die Situation weiter entspanne und die Wirtschaft und das normale Leben wieder zurückkehrten, gehe er davon aus, dass die Veranstaltungen durchgeführt werden.

Die Veranstaltungen für Schüler sind seit Jahren beliebt. Die Ferienspiele widmen sich dabei regelmäßig einem Umweltthema. Familien, die in der Stadt wohnen, wissen die Qualität der Veranstaltungen zu schätzen und schicken ihre Kinder gern für einige Tage auf das Land. Zu erleben gibt es in der Elbaue für die Mädchen und Jungen immer viel. Viele Kinder kommen regelmäßig zurück, weil ihnen auch die Atmosphäre so gut gefällt. Es wäre schade, meint der Vereinschef, wenn die beliebte Reihe in diesem Jahr ausfallen müsste.