Walternienburg l „Wir hatten knapp 800 Besucher“, resümierte Klaus Brösicke, der Vorsitzende vom Zerbster Kanarien und Exoten-Verein. „Wir bedanken uns bei den Stammbesuchern und allen Besuchern“, sagte er. Die Vereinsschau, der alljährliche Höhepunkt für die Vogelzüchter, sei immer wieder eine Herausforderung, und da könne man sich freuen, wenn so viele Leute den Weg nach Walternienburg gefunden haben. Die ganze Woche im Vorfeld waren die Mitglieder in der Festscheune der Burganlage mit dem Aufbau beschäftigt. Viel Herzblut stecken die Züchter da hinein, was auch von den Besuchern registriert wird.

Da gibt es das ein oder andere Lob für die Dekoration, freut sich der Vereinsvorsitzende und nicht nur dafür, sondern vor allem für die Artenvielfalt. Zirka 50 verschiedene Arten waren auch in diesem Jahr wieder zu bewundern: Kanarien, Sittiche, Papageien, Kakadus, Amazonen und andere in den prächtigsten Farben. Die Farben finden sich auch oft in den Namen der Vögel wieder, wie zum Beispiel bei den Rosakakadus.

Tiere wechseln den Besitzer

An jeder Voliere konnte der interessierte Besucher mehr über die Vögel erfahren – zum Lebensraum, zum Verhalten, zur Nahrung. Noch besser, sich gleich mit dem Züchter zu unterhalten. Gespräche wurden geführt, bei der Vogelbörse wechselten einige Tiere den Besitzer.

Bilder

Wenn jedes Jahr auch außergewöhnliche Tiere ausgestellt werden, so waren das in diesem Jahr die Grünschwanz-Glanzstare von Hendrik Berlin. „So was hatten wir noch nicht“, sagte Klaus Brösicke. Je nach Lichteinfall glänzt das Gefieder in Grün, manchmal bläulich oder schwarz. Das Besondere: Die Vögel haben eine spezifische Ernährung, sind keine Körnerfresser. Sie fressen Früchte und Insekten, sind sogenannte „Weichfresser“. Erst vor zwei Wochen hatte der junge Züchter sich das Paar bei der Vogelbörse in Erfurt zugelegt. „Ich wollte mal was anderes halten“, erklärte er. Nun kamen die Ausstellungsbesucher gleich in den Genuss, die äußerst agilen Vögel eine Weile zu beobachten.

Jung und Alt gefällt die Schau

Jung und Alt fanden gleichermaßen Gefallen an den Vögeln. Traditionell gab es eine Verlosung mit attraktiven Preisen und im Infopunkt konnte man bei Kaffee und Kuchen, den die Frauen der Vereinsmitglieder gebacken hatten, verweilen. Für die Kinder stand eine Hüpfeburg auf dem Burghof und ein kleines Versorgungszelt, wo auch gegrillt wurde. Ein Kommen und Gehen herrschte bis zum späten Nachmittag am Sonntag, und als der letzte Gast weg war, dauerte es keine zwei Stunden, und alles war wieder abgebaut.