Zerbst | Drei Handwerker und zwei Fachkundige begleiteten das Geschehen. Einen Tag zuvor hatte Stadtrat Mario Rudolf im Hauptausschuss schon besorgt gefragt, „Wo ist denn die Butterjungfer? Weiß man denn nicht mehr, dass der Stadt Unheil droht, wenn sie nicht auf ihrem Platze ist?“ und erinnerte damit an die Sage, die die geschichtsträchtige Figur umgibt. Und gleichzeitig aber auch daran, dass die Butterjungfer schon geraume Zeit nicht mehr an ihrem richtigen Platze steht, sondern im Museum. Ende 2017 hatte man sie von der Säule genommen. Sie war durch ein Auto, das die Säule gerammt hatte, ins Wanken gekommen. Der Halt war nicht mehr gegeben.

Bis März sollten die Sanierungsarbeiten vollendet sein, das Wetter spielte aber nicht mit, so dass es sich bis Dienstag zog. Dann wurde aber der hölzerne Sockel neu verdübelt und verklebt und die goldene Figur der Butterjungfer wieder auf ihren hohen, wichtigen Platz gesetzt. Die Zerbster können also wieder aufatmen.