Classic-Kegeln

Nach 30 Jahren: Rolf Busse macht Platz in Loburg

In der zurückliegenden, abgebrochenen Spielzeit hat ein wahres Urgestein den Staffelstab an einen neuen Kapitän weitergereicht.

Nach drei Jahrzehnten hat Rolf Busse den Staffelstab als Teamleiter weitergereicht.
Nach drei Jahrzehnten hat Rolf Busse den Staffelstab als Teamleiter weitergereicht. Foto: Sport Print Zander

Loburg - vs

Die Anfänge der sportlichen Laufbahn von Rolf Busse gehen auf das Jahr 1976 zurück. Auf eine Zeit, in der einige seiner Mannschafts- und Vereinskollegen beim SV Blau-Weiß noch nicht einmal geboren waren. Mit 14 Jahren debütierte der heute 57-Jährige in der Jugendmannschaft von Traktor Loburg. Über die Arbeitsgemeinschaft Kegeln der Polytechnischen Oberschule kam er zu dem Sport, der ihn die folgenden Jahrzehnte nicht mehr losließ. Unter Karl-Heinz Witte, Ottheinz Schlichting und Rudolf Barth erlernte Busse das Kegeln gemeinsam mit seinem Bruder Rainer.

Nach der Jugend startete das Bruderpaar in der zweiten Mannschaft unter Karl-Heinz Brandt durch. Mit dem nötigen Ehrgeiz spielte Rolf Busse später auch fünf Jahre sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Mannschaft. „Manchmal sogar an beiden Tagen am Wochenende“, wie er sich erinnert. Zum September 1990 übernahm der dann 26-Jährige den Mannschaftsleiter-Posten der Reserve. Nach einem Abstieg wurde die Mannschaft zur Dritten des Vereins, da zeitgleich die dritte Mannschaft aufstieg. Später, nach Auflösung eines Teams, wurde das Team um Mannschaftskapitän Busse wieder zur zweiten Mannschaft vom SV Blau-Weiß.

Aufstiege und Rückschläge

In den vergangenen drei Jahren gelang es, aus der Kreisliga in die Kreisoberliga aufzusteigen und diesen Aufstieg mit der Landesklasse in der Serie 2019/2020 zu krönen. Da verwundert es nicht, dass der gebürtige Loburger neben einem Kreismeistertitel in der Jugendzeit und einem Vereinsmeistertitel das Erreichen der Landesklasse als seinen größten Erfolg ansieht. Zudem resümiert er, dass er stolz sei, die Mannschaft immer zusammengehalten zu haben, auch, wenn das nicht immer einfach war. „Leider kann man nicht immer aus dem Vollen schöpfen und muss sich auch mal durch Krankheit oder Absage einen Tag vorher kurzfristig einen Spieler suchen. Ich danke jedem Einzelnen dafür, der auch so kurz vor knapp eingesprungen ist, um eine volle Mannschaft am Wochenende stellen zu können.“

Seit 2021 ist er dem Verein bereits 45 Jahre treu – kein anderes Mitglied kann auf mehr „Dienstjahre“ als Mannschaftsleiter verweisen. Angesprochen auf die prägendsten Momente, meint er: „Dazu zählen natürlich mein 40-jähriges Jubiläum im Jahr 2016, aber vor allem auch die keglerischen Erfolge und die Zeit vor der Wende. Darauf blicke ich sehr gern zurück, denn da war der Zusammenhalt am größten.“ Mittlerweile hat Busse den zweiten Umbau der Kegelbahn miterlebt. „Darauf bin ich, aber auch alle anderen Kegler des Vereins, sehr stolz. Die Bahn ist ein richtiger Hingucker und die hohen Ergebnisse, die möglich sind, haben wir vor allem auch der tollen Pflege von Andreas Bulitz zu verdanken.“

Der Zusammenhalt zählt

Nun hat das Ortschaftsratsmitglied im Vorjahr das Zepter an seinen jüngeren Mitspieler Stephan Wiesener übergeben, der ebenfalls zu den Alteingesessenen seiner Mannschaft zählt. „Es war Zeit für frischen Wind und nach 30 Jahren ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür gekommen“. Eine ganze Saison konnte der neue Teamleiter noch nicht übernehmen, denn durch die Corona-Pandemie musste die Saison frühzeitig abgebrochen werden. Doch sein Vorgänger ist sich sicher, dass die Geschicke der Mannschaft in guten Händen liegen.