Fußball

FSV Eiche Mieste wird virtueller Kreismeister

Die erste virtuelle Kreisoberliga-Saison gilt mit dem Abschluss des 11. Spieltages als beendet.

Der FSV Eiche Mieste feierte die Meisterschaft in der virtuellen Kreisoberliga.
Der FSV Eiche Mieste feierte die Meisterschaft in der virtuellen Kreisoberliga. Foto: Marco Heide

Vier Punkte Rückstand und 45 Punkte reichten den Blau-Weißen am Ende dann doch nicht für den ganz großen Coup.

Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr hingegen ganze Turniere. Nichts untermauerte diese alte Fußballweisheit so imposant, wie der Ausgang der ersten E-Sport-Kreisoberliga-Saison. Zwei annähernd gleich starke Teams, mit dem FSV Eiche Mieste als Meister und dem Kuhfelder SV als Vize, beendeten die Saison auf den ersten beiden Plätzen, von denen die Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren die Nase am Ende des engen Meisterschaftsrennens vorn haben sollte.

Mit lediglich 32 Gegentoren nach 22 Spielen, schloss der FSV die Saison ab und stellte damit die beste Abwehr der Liga. Daran änderte die knappe 4:5-Niederlage im letzten Saisonspiel gegen den SV Brunau nichts mehr. Konstant gute Leistungen und Konzentration in der Defensive, ermöglichten so dem FSV mit dem Duo Titus Willatowski/Felix Konitzky den ersten Titel an der Konsole zu gewinnen.

Der Kuhfelder SV um das Duo Hauke Oldenburger/Levi Weber ging dagegen leer aus, obwohl die Blau-Weißen mit 85 erzielten Toren und einer überragenden Offensivqualität glänzten. Trost konnte nach dem knappen Scheitern im Meisterschaftsendspurt zumindest die individuelle Auszeichnung für Kuhfelde-Akteur Levi Weber spenden. Weber wurde neben Niclas Gröning vom SV Brunau 1906 zum besten Spieler der Saison gewählt. Beide Zocker demonstrierten ihre Gaming-Qualitäten im Verlaufe der Saison eindrucksvoll und machten beim sportlichen Ausgang vieler Duelle den Unterschied aus.

FC Jübar/Bornsen und SSV 80 Gardelegen II verpassen das Treppchen knapp

Platz drei in der Endabrechnung konnte sich der Initiator und E-Sport-Kreisoberligagründer SV Wacker Lindstedt um das Duo Christian Kallweit/Patrick Blei sichern. Einer torreichen 2:6-Niederlage, folgte ein spektakulärer 10:3-Sieg über den VfB Klötze. Die damit eingefahrenen drei Punkte am 11. Spieltag sorgten dafür, die Konkurrenz um den SV Jübar/Bornsen und SSV 80 Gardelegen II auf Distanz zum Treppchen zu halten. Satte 41 Punkte sicherten den Wackeranern die Bronze-Medaille.

Der FC Jübar/Bornsen ging am letzten Spieltag nach den Niederlagen gegen den Kuhfelder SV (1:5 und 3:4) dagegen leer aus, spielte an der Konsole allerdings eine im Vergleich zum realen Liga-Alltag äußerst erfolgreiche Saison. Die erreichten 38 Punkte durch das Duo Dustin Barnewsky/Aaron Riep waren alles andere als Zufall und suggerierten spielerisches Können. Punktgleich mit dem FC Jübar/Bornsen schloss der SSV 80 Gardelegen II die Saison ab.

Das Duo Tobi Giesecke/Florian Müller zählte zu den absolut positiven Erscheinungen der E-Sport-Kreisoberliga. Einem furiosen 7:1-Sieg gegen den TSV 1919 Kusey folgte allerdings eine überraschende 4:6-Niederlage. Eine bessere Platzierung in der Endabrechnung wurde mit der Niederlage und der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem FC Jübar/Bornsen verhindert.

Mehr drin gewesen wäre in der virtuellen Debütsaison der Kreisoberliga auch für den SV Brunau 1906. Niclas Gröning und Teamkollege Janek Subke pendelten zwar mit 34 Punkten auf Platz sechs und damit der oberen Tabellenhälfte ein, ließen jedoch insgesamt zu viele Punkte liegen, um eine Rolle im Meisterschaftskampf zu spielen.

Selbiges gilt auch für den VfB 07 Klötze, der mit 33 Punkten die untere Tabellenhälfte im Endklassement anführt. Zu vielen Schwankungen an der Konsole unterlagen die Protagonisten Marius Mühl und Philipp Homeier, so dass die Grün-Weißen nicht mehr in den Meisterschaftskampf eingreifen konnten.

Sehr respektable Ergebnisse erzielte das Duo dabei in der ersten E-Sport-Saison dennoch. Vor allem der 6:2-Sieg am letzten Spieltag gegen den SV Wacker Lindstedt unterstrich, welch großes Potenzial aufseiten der VfB-Akteure an der Konsole in dieser E-Sport--Saison vorhanden war.

Wenig Grund zur Freude hatten in dieser E-Sport-Saison der SV 51 Langenapel, sowie der SV Schwalbe Schwiesau. Dem Tabellenschlusslicht um Torben Assel und Jonas Förster gelang es am letzten Spieltag allerdings mit einem 1:0-Sieg nicht nur drei Punkte einzufahren, sondern

Langenapel und Schwiesau verabschieden sich mit drei Punkten/Sanne gelingt Torfestival

Anlass zur Freude gab es für den SV Schwalbe Schwiesau um Tom Tempel und Nick Blume ebenfalls. Nach langer Durststrecke konnte beim 3:1-Sieg gegen den SV Heide Jävenitz immerhin dreifach gepunktet werden, wenngleich das Rückspiel mit 2:4 verloren ging.

Mehr drin in der E-Sport-Kreisoberliga-Saison war dagegen für den SV Rot-Blau Sanne. Das Potenzial an der Konsole

wurde zu selten ausgeschöpft. Zu welch Leistungen die Rot-Blauen in der Lage gewesen wären, deutete der 8:0-Sieg im Rückspiel am letzten Spieltag gegen den SV 51 Langenapel an. Nach enttäuschender 0:1-Niederlage gegen das Tabellenschlusslicht, zerschmetterten die Sanner den Gegner fast zweistellig. Am Ende reichte es für das Duo Florian Beck/Jonas Behrens zu Platz zehn.

Ferris Vollbeding und Thomas Staschok indes, durften sich am Ende der Saison über einen einstelligen Tabellenplatz freuen. Drei Punkte beim 4:2-Sieg gegen den SV Schwalbe Schwiesau reichten am Ende für Platz neun.

Der größte Sprung aus dem Keller gelang in dieser E-Sport-Saison dem TSV Kusey. Noch vor Wochen schienen die Blau-Weißen um Carlo Gose und Lucas Mücke leblos am Tabellenende gestrandet zu sein. Doch tot Gesagte, leben länger - nach starker Aufholjagd und furioser Mentalität, kämpften sich die Blau-Weißen wieder zurück.

Mit einem 6:4-Sieg gegen den SSV 80 Gardelegen II ließ es der TSV noch einmal ordentlich krachen. Platz acht am Ende der Saison mit 29 Punkten bestätigt damit die alte Weisheit, dass erst am Schluss abgerechnet wird.