Tennis

TSA verschiebt Saisonstart frühestens auf Mitte Juni

Tennisverband muss geplanten Auftakt der Spielzeit nach den Pfingstferien neu terminieren

Von Marco Heide
TSA-Vizepräsident Sport Maximilian Pefestorff hofft, dass die Sommersaison frühestens ab Mitte Juni starten kann.
TSA-Vizepräsident Sport Maximilian Pefestorff hofft, dass die Sommersaison frühestens ab Mitte Juni starten kann. Foto: Uwe Meyer

Salzwedel - Aufgrund der weiterhin hohen Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt, den daraus resultierenden Folgen des neuen Infektionsschutzgesetzes und der fehlenden Planungssicherheit für den Wettkampfbetrieb hat der Tennisverband Sachsen-Anhalt eine weitere Entscheidung zum Mannschaftswettspielbetrieb getroffen. Nach Empfehlung der Sportkommission hat das Präsidium um Verbandschef Axel Schmidt beschlossen, den Spielbetrieb erst ab Mitte Juni aufzunehmen.

„Ein regulärer Mannschaftsspielbetrieb mit Austragung von Einzeln und Doppeln ist durch die beschlossene Corona-Notbremse sowie durch die jetzige Landesverordnung nicht gegeben. Aktuell liegt eine Vielzahl von Landkreisen und kreisfreien Städte in Sachsen-Anhalt sogar über der 7-Tage-Inzidenz von 100. Damit fehlt die Planungssicherheit nach den Pfingstferien“, geht Maximilian Pefestorff, Vizepräsident Sport im TSA, auf die Parameter der Entscheidung ein.

Einig ist man sich im Landesverband jedoch, dass der Spielbetrieb nicht abgesagt werden soll. „Wir waren in den Gremien übereinstimmend der Meinung, dass wir am regulären Spielbetrieb festhalten. Dazu zählen der Auf- und Abstieg sowie die Austragung von Doppeln. Wir haben im vergangenen Frühjahr gesehen, dass die Perspektive von eingeschränkten sanitären Nutzungsmöglichkeiten und ein Nichtspielen von Doppeln zu erheblichen Mannschaftsmeldungen von über 50 Prozent geführt haben“, betont Pefestorff.

Aufgrund der unsicheren Planungsperspektive im Mai hat sich der Landesverband nun dazu entschlossen, den Saisonstart frühestens ab Mitte Juni aufzunehmen. Voraussetzung dafür ist, dass die Inzidenzen weiter fallen.

„Das unterschiedliche Infektionsgeschehen in den Landkreisen ist eine große Herausforderung für einen einheitlichen Spielbetrieb in Sachsen-Anhalt. Wir hoffen, dass mit weiter sinkenden Infektionszahlen zeitnah mehr Gestaltungsmöglichkeiten durch die Landesverordnung in Aussicht gestellt werden. Wir möchten gemeinsam mit den politischen Entscheidungsträgern daran arbeiten, dass Tennis zeitnah im vollen Umfang wieder möglich ist. Neben dem Einzel zählt dafür die Austragung von Doppeln und eine nachhaltige Perspektive für das Nachwuchstraining. Wir werden uns dabei an den Vorgaben der Landesregierung orientieren“, erklärt TSA-Präsident Axel Schmidt. Der TSA steht dazu im Austausch mit dem Landessportbund Sachsen-Anhalt und wird auch den Kontakt zum Innenministerium Sachsen-Anhalts weiter intensivieren, um die reguläre Durchführung der Punktspiele unter Berücksichtigung der pandemischen Lage zu gewährleisten.

„Ich denke, dass nach der Übergangssaison im vergangenen Jahr und der Absage der jüngsten Winterrunde eine große Lust auf Tennis-Wettkämpfe besteht“, weiß Schmidt um die Bedeutung des Spielbetriebs für seine Vereine und Mitglieder. Am 26. Mai werden die TSA-Gremien erneut digital tagen, um weitere Planungen für den Wettspielbetrieb zu diskutieren und zu bewerten. Bis dahin dürften die Spieler in Sachsen-Anhalt noch genügend Zeit haben, um sich dafür ausreichend vorzubereiten.