Fußball

Jahn: Gefürchteter Linksfuß sagt Good Bye

Der Wulferstedter Fußballer René Jahn entschied sich während der Corona-Zeit, einige Jahre vor seinem 40. Geburtstag, die berühmten Töppen an den Nagel zu hängen.

Von Stefan Grimbach
Nach dem Spiel standen die Mannschaften Spalier und René Jahn verabschiedete sich von jedem einzelnen.
Nach dem Spiel standen die Mannschaften Spalier und René Jahn verabschiedete sich von jedem einzelnen. Foto: Ottfried Junge

Wulferstedt - Sicherlich ein verständlicher Plan, doch wer den Vollblutkicker kennt, wird sich nicht wirklich wundern, ihn demnächst immer mal wieder mit dem runden Leder in Verbindung zu sehen – in welcher Funktion auch immer.

Der „gefürchtete“, zumindest aber in der Börde- und Harzregion hoch anerkannte, Linksfuß hatte zu seinem Abschied gute Freunde und Weggefährten eingeladen und sie gegen die Wulferstedter Landesklassen-Mannschaft antreten lassen. Nach der langen Pause war es der erste offizielle Kick für alle Mitwirkenden. Und hier konnte und wollte man keine Wunderstücke erwarten. Es standen der Spaß, der Zusammenhalt und die lang ersehnte Freude am Fußball im Mittelpunkt.

Sebastian Huth traf zum frühen 1:0 für Wulferstedt (7. Minute). Marcel Bauermeister konnte mit wunderschönem Schuss in den Winkel ausgleichen (17.). Das Geschehen konzentrierte sich in den folgenden Minuten in der Hälfte des Friends-Teams und Philipp Charwat staubte zum 2:1 ab (21.). Fast wieder der Ausgleich, doch Leon Thiepold konnte einen strammen Schuss von Andreas Bernt im Nachfassen von der Linie fischen. Bis zum Pausenpfiff zog Wulferstedt dann deutlich durch zwei Tore von Steve Elle, die Treffer vom Jubilar René Jahn selbst und Sebastian Huth auf 6:1 davon.

Wenige Sekunden nach Anpfiff der zweiten Runde hieß es durch Robert Dreyer 7:1. Wegen der Abmachung, dass Tore von René Jahn, der nun für sein Friends-Team kickte, doppelt zählen, stand es kurz darauf 7:3. Andreas Bernt hatte die Riesenchance zum 4:7, als er allein auf Thiepold zulief, den Torhüter aber anschoss. Ab der 57. Minute fielen noch bunt gemischte Tore. Zweimal Danny Herzberg zum 9:3 und während sich die Konzentration bei den Jungs von Neu-Trainer Fabian Dilge spürbar aufbrauchte, wurde es sogar noch einmal spannend. Zwei Mal durch Bauermeister und nochmals durch René Jahn (doppelt gewertet), stand es plötzlich 9:7, bevor Robert Dreyer noch den Schlusspunkt zum 10:7 setzte. Wobei der Bierdurst und der Wunsch der verdienten Ehrung des scheidenden Routiniers dann sieben Minuten vor eigentlichem Spielende größer und wichtiger waren als das Ergebnis. So endete die Partie irgendwann jenseits der 80. Minute.

Unbedingt zu erwähnen bleibt die zusammengetragene Spende in Höhe von 400 Euro, wovon genau die Hälfte an den Wulferstedter Kindergarten und die anderen 200 Euro an die Kinderkrebshilfe gehen.

Wulferstedts Kapitän Martin Ilsmann (rechts) überreichte Jahn einen Präsentkorb.
Wulferstedts Kapitän Martin Ilsmann (rechts) überreichte Jahn einen Präsentkorb.
Foto: Ottfried Junge
Marco Wagner (rechts) überraschte Jahn mit einem Trikot von Eintracht Frankfurt.
Marco Wagner (rechts) überraschte Jahn mit einem Trikot von Eintracht Frankfurt.
Foto: Ottfried Junge