Reitsport: Deutsche Reiterliche Vereinigung nimmt Bezug auf offenen Brief der Deutschen Gesellschaft für Aerosolforschung

„Wir verstehen den Frust unserer Amateure“

Reitsportler möchten wieder zu Turnieren.

Reiten, wie hier in Krusemark, vermissen die Sportler.
Reiten, wie hier in Krusemark, vermissen die Sportler. Jeannette Heinrichs

Stendal - Die Frustration bei vielen Reitern ist groß, da zwar wieder Turniere stattfinden, diese aber den Profis und Kaderreitern vorbehalten sind. Nun fordert die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN), dass auch Amateure wieder an Wettkämpfen teilnehmen dürfen.

Nach den Fußballern nimmt auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung Bezug auf einen offenen Brief der Deutschen Gesellschaft für Aerosolforschung an die Bundesregierung, in dem darauf hingewiesen wird, wie marginal das Infektionsrisiko im Freien ist. Daher bekräftigt die FN erneut ihre Forderung, Turniere auch wieder für Amateure zuzulassen. FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach sagt: „So sehr wir es begrüßen, dass zumindest unsere Profis weiter trainieren und an Turnieren teilnehmen können, so sehr verstehen wir den Frust unserer Amateure, die endlich auch wieder zum Turnier fahren wollen.“

Er betont weiter: „Es sind nicht nur die sportlichen Aspekte, die eine Rückkehr zum flächendeckenden Turnierbetrieb notwendig machen. Auch der Austausch, das Fachsimpeln und die gemeinsame Anstrengung der Vereinsmitglieder sind es, die unseren Sport ausmachen. Uns ist vollkommen bewusst, dass uns die Hygieneregeln, das Abstandhalten und das Tragen von Masken noch einige Zeit begleiten werden. Das schließt aber nicht aus, dass auch Amateure wieder an Turnieren teilnehmen können. Dafür haben wir gut bewährte Hygienekonzepte.“

Schon vor einem Jahr hatte die Deutsche Reiterliche Vereinigung ein Konzept ausgearbeitet, wie Turniere auch unter Corona-Bedingungen wieder stattfinden könnten. Auch hatte man gerade eine Untersuchung veröffentlicht, dass selbst in Reithallen das Ansteckungsrisiko gering ist.