Triathlon: Wettbewerb fällt aus / Planungen für vier weitere Veranstaltungen laufen bereits

Arendsee muss ein weiteres Mal kapitulieren

Ausdauersportler in ganz Sachsen-Anhalt werden auch in diesem Jahr auf eine harte Probe gestellt.

Von Stefan Rühling
In diesem Jahr fällt der Zieleinlauf in Arendsee erneut aus.
In diesem Jahr fällt der Zieleinlauf in Arendsee erneut aus. Foto: Stefan Rühling

Arendsee - Auch wenn die Saison noch gar nicht begonnen hat, ist bereits klar, dass 2021 erneut längst nicht alle Veranstaltungen wie geplant stattfinden können. Nun hat es den Arendsee-Triathlon erwischt, der coronabedingt zum zweiten Mal nach 2020 abgesagt wurde.

Der Wettbewerb zieht jedes Jahr zahlreiche Athleten wie Zuschauer an und hat sich in der Szene längst einen hohen Stellenwert erarbeitet, wie in der Vergangenheit auch die Prädikate als Landesmeisterschaft belegten. Eine Verschiebung der diesjährigen Auflage in den Herbst kam für die ausrichtenden Triathlonfüchse Osterburg nicht infrage. „Wir möchten in diesen schwierigen Zeiten keiner anderen, bereits geplanten Veranstaltung, die Teilnehmer wegnehmen, wollen Fairness bewahren“, heißt es auf der Internetseite des Vereins.

Kein Geheimnis ist auch, dass das seit einem Jahr andauernde Infektionsgeschehen den Verein vor große Herausforderungen stellte. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die aktuellen und für die meisten Einschränkungen maßgeblichen Inzidenzzahlen sind hinlänglich bekannt und verheißen keine baldige Entschärfung der Situation.

Terminliche Verlegung ausgeschlossenSelbst ein auf die pandemische Lage angepasstes Hygienekonzept würde für die Durchführung nicht reichen, bekennen die Triathlonfüchse. Weniger Teilnehmer, kein Schwimmstart vom Schaufelraddampfer „Queen“, versetzte Belegungszeiten der Wechselzone, veränderte Verpflegungszonen, keine Zuschauer – alle Einschränkungen würden nichts ändern, solange Freizeitaktivitäten mit etwa 500 Personen unerlaubt sind.

Aktuell ist gerade einmal sportliche Betätigung mit einer weiteren Person geboten, Wettkämpfe sind nur dem Profibereich vorbehalten. „Wir selbst sind ja nicht nur Organisatoren, sondern auch Agegrouper (Amateurstarter, Anm. d. Red.) und wissen daher, wie schwer es allen Triathleten fällt, weiter auf Wettkämpfe zu verzichten. Hinzu kommt, dass nicht klar erkennbar ist, wann wir endlich wieder zusammen aufgeregt einen Countdown bis zum Startschuss herunterzählen dürfen. Und das wird wohl noch einige Zeit andauern“, heißt es weiter auf der Homepage.

Für die Triathlonfüchse blieben inzwischen nur noch acht Wochen bis zum Startschuss. Unstrittig ist, dass die Verantwortlichen im Zweifel auch eine Menge Freizeit, Kraft und Nerven in die Organisation und Vorbereitung stecken würden, sollte grünes Licht gegeben werden. Aber was, wenn sich in der Kürze von acht Wochen die Lage nicht gravierend geändert hat? Eine kurzfristige Absage wäre nur zusätzliches Salz in der Wunde. „Die Enttäuschung sowohl für euch als auch für uns wäre dann noch größer“, so der Verein. In der jetzigen Situation dürfte ohnehin jeder Athlet froh sein, rechtzeitig über Absage, Durchführung oder Verschiebung informiert zu werden.

Fokus liegt auf weiteren Highlights im JahrDer Osterburger Verein steckt daher all seine Energie in die nächsten Veranstaltungen. Der Crossduathlon, der Osterburger Altmarklauf und Salzwedeler Altstadtlauf sind für den Herbst geplant. Das Open Water (Freiwasserschwimmen) bereits für den August. Auch wenn bis dato vieles im Nebel liegt, hoffen die Füchse auf eine Entspannung der Corona-Lage und die Durchführung des Wettkampfs. „Mit diesen Aussichten hoffen wir, dass ihr eure Energie weiterhin ins Training steckt.“

Alle bereits gemeldeten oder aus dem Vorjahr übernommenen Teilnehmer werden über eine separate E-Mail zum weiteren Verfahrensweg benachrichtigt. „Bitte habt Geduld und gebt uns hierzu etwas Zeit“, bittet der Verein abschließend um Verständnis.