Leichtathletik

Bernhard Seifert siegt im Speerwurf beim 15. Solecup

Es sollte das große Wiedersehen zwischen Bernhard Seifert und Julian Weber beim 15. Schönebecker Solecup werden. Doch Letztgenannter musste kurzfristig passen.

Von Kevin Sager
Maurice Vogt von LG Ohra Energie warf seinen Speer beim 15. Schönebecker Solecup auf eine Weite von 75,41 Metern. Platz drei wurde es am Ende für ihn.
Maurice Vogt von LG Ohra Energie warf seinen Speer beim 15. Schönebecker Solecup auf eine Weite von 75,41 Metern. Platz drei wurde es am Ende für ihn. Foto: Kevin Sager

Schönebeck - Immer wieder wurden die Teilnehmerfelder beim 15. Schönebecker Solecup am vergangenen Mittwoch aktualisiert. Das Organisationsteam musste zahlreiche Absagen hinnehmen. Die Wettkämpfe wurden dennoch ausgetragen. Vor allem das Aufeinandertreffen zwischen Bernhard Seifert und Julian Weber wurde mit Freude erwartet. Denn Seifert überließ Weber nach einer Formschwäche den Platz bei der Weltmeisterschaft in Doha 2019. Doch Weber sagte ab, das Treffen fiel aus. In Schönebeck zeigte sich Seifert dennoch gegenüber der Konkurrenz gut aufgelegt und gewann den Speerwurfwettkampf mit einer Weite von 79,28 Metern.

Vor allem das Wetter und auch die Anlage haben den Speerwerfer beeindruckt, „auch wenn es mit Zuschauern natürlich deutlich besser gewesen wäre“. Diese waren nämlich nicht zugelassen. Auf das rhythmische Klatschen mussten die Athleten aber nicht verzichten. Immer wieder gaben die Moderatoren ihr Bestes und animierten die Betreuer. Das klappt mal gut und mal nicht. Unterstützung gab es dann von den Mitstreitern. Gegenseitige Anfeuerungsrufe hallten immer wieder durch das Stadion. „Ich habe allerdings auch schon Wettkämpfe absolviert, bei denen es wirklich ganz leise war. Es ist schon verrückt, was ein Publikum mit einem anstellen kann.“

80-Meter-Marke wird nicht geknackt

Vielleicht war das auch der Grund, warum der Speer nicht die 80-Meter-Marke knacken konnte. Schlussendlich fehlte also doch etwas. Dennoch gaben die Sportler ihr Bestes. Jeder Wurf wurde im Nachgang gefeiert. Am besten und vor allem am lautesten machte dies Tom Meier, der hinter Seifert auf Rang zwei landete. Den dritten Platz sicherte sich Maurice Vogt (LG Ohra Energie) mit einer Weite von 75,41 Metern.

Dass der Speer nicht unbedingt immer die gewünschte Weite erreichte, lag nicht am Wetter, wie der Sieger sagte: „Die Bedingungen waren gut. Eigentlich war Gewitter angesagt. Das blieb zum Glück aus.“

Somit passten zwar die äußeren Bedingungen, doch ein Sportler wie Seifert möchte immer das bestmögliche aus sich herausholen. „Wirklich zufrieden mit meiner Leistung bin ich nicht. 79 Meter sind zwar in Ordnung, doch mein Ziel sind die 85 Meter“, haderte der Speerwerfer vom SC Potsdam mit seiner Leistung. „Ich kann diese Weite auch abrufen.“

Nachwuchssportler starten bei den Männern

Die Lockerheit, die sich Seifert in Schönebeck versuchte zu holen, will er bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig an den Tag legen. In der Elbestadt merkte Seifert nämlich selbst, „dass ich zu früh mit dem Wurf aufhöre und dadurch viel verschenke. Es sind zwar nur minimale Veränderungen, aber diese haben maximale Auswirkungen.“ Bei den Deutschen Meisterschaften soll dann aber alles harmonieren, um das selbst gesteckte Ziel zu erreichen.

Aufgrund zahlreicher Absagen bei den Nachwuchssportlern durften sich die Jüngeren mit den „alten Hasen“ messen. Und das taten Eric Franck (1. LAV Rostock) und Moritz Morstein vom SC Magdeburg auch. Zudem hatten die beiden die Möglichkeit, sich zahlreiche Tipps und Tricks bei den Profis abzuschauen.

Und so kam immer wieder Spannung auf. Am Ende setzte sich der Favorit durch, doch auf der Leistung kann sich Seifert keinesfalls ausruhen. Die Konkurrenz steht bereit.