Motocross

Anne Borchers aus Leps glückt Auftakt in die EM-Saison

Vielversprechender Saisonauftakt für Motocrosspilotin Anne Borchers aus Leps. Beim ersten Europameisterschafts-Lauf wurde sie Vierte.

Von Simone Zander
Ein Bild von Motocross-Pilotin Anne Borchers nach dem Qualifikationsrennen.  Sie kam sehr gut zurecht und beendete die Quali auf Platz drei.
Ein Bild von Motocross-Pilotin Anne Borchers nach dem Qualifikationsrennen. Sie kam sehr gut zurecht und beendete die Quali auf Platz drei. Foto: Anne Borchers privat

Šiauliai/Litauen

So richtig freuen konnte sich Anne Borchers nicht. Die Saison im Motocross konnte endlich starten, was sie sich sehnlichst gewünscht hatte. Und da wollte die Lepserin auch zeigen, dass sich das Monate-lange harte Training auszahlt und Früchte trägt. Sie wollte unbedingt im litauischen Šiauliau einen Podestplatz erringen, was ihr auch fast gelungen wäre. Der vierte Gesamtplatz ist sehr gut. Er ist eine erste Standortbestimmung, an der sie sich nun orientieren kann. Wichtig war es für sie, nach der langen wettkampflosen Zeit wieder einen Rennrhythmus zu finden.

Im litauischen Šiauliau war die 29-Jährige im freien Training und auch in den Qualifikationsrennen vorn mit dabei. Und dies bei doch sehr schwierigen Bedingungen, denn die Strecke war ziemlich aufgeweicht.

Kein optimaler Start

Doch im ersten Rennen erwischte sie keinen optimalen Start. „Ich wurde in der ersten Runde auch in einigem Gedränge aufgehalten, konnte mich aber schnell von Rang neun ungefähr auf Rang drei vorfahren“, berichtete sie. Diese Top-Platzierung konnte Anne Borchers dann bis zum Rennende auch halten. Der Start ins zweite Rennen gelang ihr dann deutlich besser. „Ich ging auf Rang drei in die erste Runde“, sagte sie. Doch dann machte sie leider im Rennverlauf zu viele Fehler. So überquerte sie die Ziellinie als Fünfte.

Insgesamt bedeutet dies Platz vier mit 36 Punkten. Somit hält sie den Anschluss zu den Top-3-Rängen und hat alle Möglichkeiten, im Kampf um die Podestplätze ein Wörtchen mitzureden.

Erste nach zwei gewonnenen Rennen ist die Niederländerin Lynn Valk. Sie konnte mit ihrer Husqvarna 50 Punkte verbuchen. Obwohl Anne Borchers etwas enttäuscht war, fand sie das Wochenende „soweit ganz okay“. „Es gab viele positive Aspekte, aber auch einige negative, an denen ich arbeiten werde.“

So steht für die Lepserin viel Arbeit vor der Tür, denn viel Zeit hat sie nicht. Bereits in zwei Wochen steht das nächste EM-Rennen an. Dann geht es für sie nach Italien. In der kleinen italienischen Gemeinde Esanatoglia will die Suzuki-Pilotin dann „mit einem guten Gefühl wieder einen Rennrhythmus finden“.