Classic-Kegeln

SKV Zerbst trainiert für das Champions League-Finale

Für die Zerbster Kegler vom SKV Rot Weiß steht das Finalturnier der Champions League wieder voll im Fokus.

Der SKV Rot Weiß Zerbst, hier Teammanager Martin Herold, SKV-Präsident Lothar Müller (von links) und Trainer Wolfgang Lutz (rechts), präsentiert mit Robert Ernjesi und Marcus Gerdau (Mitte von links) gleich zwei  sehr starke Neuzugänge.
Der SKV Rot Weiß Zerbst, hier Teammanager Martin Herold, SKV-Präsident Lothar Müller (von links) und Trainer Wolfgang Lutz (rechts), präsentiert mit Robert Ernjesi und Marcus Gerdau (Mitte von links) gleich zwei sehr starke Neuzugänge. Foto: Sport Print Zander

Beim ersten Training auf der Heimbahn im „Stadtwerke Kegelsportcenter“ präsentierten die Zersbter auch zwei Neuzugänge. Mit Teamkapitän Timo Hoffmann unterhielt sich für die Volksstimme Simone Zander.

Volksstimme: Es sind noch vier Wochen bis zum Champions League-Finale. Wie ist der Stand der Vorbereitung?

Timo Hoffmann: Jetzt wird es wieder einfacher. Wir haben jetzt auch wieder bessere Trainingsmöglichkeiten und die nutzen wir auch und möchten nun an jedem Wochenende trainieren oder ein Vorbereitungsspiel machen, so dass wir guter Dinge sind.

Spiele gegen andere Gegner sind die schon möglich?

Bisher sind sie noch nicht möglich. Wir hoffen, dass sich die Möglichkeiten ergeben. Wichtig ist es, dass wir das Training wettkampfnah gestalten können.

Wird jetzt jeweils das ganze Wochenende trainiert?

Bis zum Champions League-Finale werden wir jetzt an jedem Wochenende gemeinsam trainieren.

Die Bedingungen für das Finalturnier wurden bereits ausgegeben. Sind Sie umsetzbar aus Ihrer Sicht?

Ich denke ja, denn wir haben einen Teil in der Mannschaft, der schon vollständig geimpft ist und ansonsten werden wir uns rechtzeitig testen lassen, so dass vor dem Spiel alles geklärt ist und keine Unruhe entsteht.

Sie haben mit Robert Ernjesi und Marcus Gerdau zwei sehr starke Neuzugänge für die neue Serie präsentiert. Das macht Sie und den Verein sicher stolz?

Das sind natürlich zwei Topspieler. Es sind beides Spieler, die ich unbedingt wollte, weil ich davon überzeugt bin, dass sie nochmals zusätzliche Qualität in die Mannschaft bringen.

Wie kam es dazu?

Mit Robert standen wir letztes Jahr auch schon im Kontakt, weil er mit seiner Situation in Südtirol nicht ganz so glücklich war. Er ist von der Strategie, die wir verfolgen, wieder ein junger Spieler, der international eine riesen Erfahrung hat und ähnlich wie beim Igor (Kovacic - d. Red.) schon zig Weltmeisterschaften gespielt und auch gewonnen hat. Auch vom Charakter her ist er sicherlich einer, der zu uns passt. Und mit den Rahmenbedingungen, er wird dann auch hier in Zerbst leben, ist es für mich ein Stück weit schöner, dass wir immer mehr in die Richtung bekommen, dass Spieler hier in Zerbst sind und auch hier trainieren können.

Das ist ein schöner Übergang zum Zerbster Marcus Gerdau. Warum kehrt er jetzt zurück?

Mit Marcus hatte ich auch schon länger Kontakt. Wir hatten uns darüber unterhalten, dass er letztendlich nochmal den Schritt nach Zerbst machen möchte. Denn er wollte die letzten Jahre seiner Karriere in Zerbst spielen. Marcus war ja das Fundament der Erfolgsgeschichte in Zerbst. Wir hatten uns für die nächste Saison schon vereinbart und durch die Auflösung seiner Mannschaft in Staffelstein ziehen wir das Ganze jetzt vor. Und das hilft uns natürlich extrem weiter. Wir haben jetzt eine Anzahl von Spielern im gewissen Alter, wo schon Erfahrung da ist. Aber Marcus hat sicher noch mehr in der Kegelwelt gesehen. Mit seiner ruhigen Art wird er der Mannschaft nochmal eine gewisse Sicherheit geben.

Dafür müssen Sie den Abgang von Florian Fritzmann verkraften?

Flo hatte mich informiert, dass er den Aufwand aufgrund privater Rahmenbedingungen nicht mehr stemmen kann und er möchte in der Nähe seiner Heimat spielen. Das haben wir akzeptiert. Flo hat bei uns eine Topleistung gezeigt, hatte sich sehr sehr gut eingebracht und ich hätte ihn gern behalten. Das weiß er auch. Aber unter den Bedingungen macht es auch für beide Seiten keinen Sinn, weil er weiß auch, wenn er den nötigen Aufwand nicht betreiben kann, wird er das nötige Level, das in Zerbst erforderlich ist, nicht halten können. Da war er sehr ehrlich und offen und das schätze ich auch sehr.