Pferdesport

Sportler des Reit- und Fahrvereins Zerbst trainieren fleißig

Die Voltigierer des Reit- und Fahrvereins „St. Laurentius“ Zerbst sind weiterhin aktiv. Das Training ist nun wieder (fast) ohne Einschränkungen möglich.

Von Simone Zander
Die E/D-Gruppe mit Finn Kegel, Julie Baum, Trainerin Maureen Hannemann, Liv Reichard und Anne Lissosza (von links) mit Darwin hat in Johannes Ganzer (vorn Mitte) ihren größten Fan.
Die E/D-Gruppe mit Finn Kegel, Julie Baum, Trainerin Maureen Hannemann, Liv Reichard und Anne Lissosza (von links) mit Darwin hat in Johannes Ganzer (vorn Mitte) ihren größten Fan. Foto: Sport Print Zander

Zerbst - Auch über die Teilnahme an Wettkämpfen kann wieder nachgedacht werden. Jede Woche freuen sich die Kinder und Jugendlichen auf ihr Training auf dem Reitgelände der Familie Ganzer. Am vergangenen Dienstag trainierten die M-Gruppe unter Leitung von Trainerin Susann Thefs und die E/D-Gruppe unter Leitung von Übungsleiterin Maureen Hannemann.

Dass die Zerbster Voltis noch an keinen Turnieren teilnehmen konnten, findet Susann Thefs „zwar schade“, aber „die Motivation fehlt uns nicht“, sagte die 28-Jährige. Sie findet, dass „der Spaß und die Freude am Sport im Vordergrund stehen“.

Mittlerweile hat der Landesverband der Reit- und Fahrvereine Sachsen-Anhalt die Änderung der 13. ? SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung auf seiner Homepage angepasst. In der Ergänzung 4.6.21 wird seitens des Ministeriums und des Landessportbundes klargestellt, dass „die bei einer Inzidenz unter 35 zugelassenen 500 getesteten Zuschauer von Amateurturnieren zzgl. der getesteten 200 Teilnehmer zu verstehen sind“. Die Corona-Info-Seite, die Leitfäden und die Übersicht zum aktuellen Stand wurde entsprechend angepasst.

Keine Tests im Freien

Eine ausführliche Übersicht zu den Regelungen für den Pferdesport (Stand 4.6.2021), die nach der geltenden 13. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt möglich sind, hat der Landesverband ebenfalls online gestellt. So dürfen u.a. im Freien bei einer Inzidenz unter 100 bis zu 25 Personen einschließlich des Trainers trainieren. Im Freien sind nun auch für das Gruppentraining keine Tests mehr nötig. Auch nicht für den Trainer, was bisher der Fall war.

Nur für den Unterricht in der Reithalle gibt es Einschränkungen. Bei einer Inzidenz unter 35 ist der Einzelunterricht ohne Test möglich. Jedoch der Gruppenunterricht muss kontaktfrei mit einer Person je 20 qm ausgeführt werden. Dabei müssen alle Teilnehmer getestet sein. So ist das „Training nur dann zulässig, wenn es kontaktlos stattfinden kann. Das bedeutet auch, dass es nicht möglich ist, jemanden zu trainieren, der physische Hilfestellung benötigt“, heißt es in der Erläuterung.

Turniere im Freien erlaubt

Wettkämpfe dürfen weiterhin nur für Berufs- und Kadersportler „unter bestimmten Voraussetzungen stattfinden“. Unklar war lange Zeit, ob und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen Amateure an Wettkämpfen teilnehmen dürfen. Der Landesverband hatte sich dazu bereits in einer Stellungnahme für einheitliche Lockerungen und die flächendeckende Teilnahme von Amateuren am Turniersport ausgesprochen. Die gemeinsame Initiative des Landesverbandes und des LSB führte zu einer Klarstellung, „die auch den Amateursport unter bestimmten Bedingungen wieder zulässt“.

Bei einer Inzidenz unter 35 sind Turniere im Freien für Amateure und Profis mit maximal 200 Personen je Wettkampf (inkl. Richter und Parcourschef) erlaubt. Zu den 200 Teilnehmern dürfen sich max. 500 Zuschauer auf dem Wettkampfgelände aufhalten. Alle Teilnehmer, ob Reiter, Richter, Helfer, Trainer oder Zuschauer müssen einen gültigen Test vorweisen. Die Tests können in den Testzentren oder als Selbsttest bei Betreten der jeweiligen Sportanlage von einer Verantwortlichen oder einer von ihr beauftragten Person durchgeführt werden.

Auch für die Durchführung von Abzeichenlehrgängen gab es bereits eine Klarstellung. Diese lautet wie folgt: „Reitsportabzeichen-Lehrgänge sind zulässig, wenn eine Ausnahme nach § 8 Abs. 1 Satz 3 der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vorliegt. Die Lehrgänge sind als Teil des Sportbetriebs anzusehen.“ Die Bestimmungen für das Training sind dabei sinngemäß anzuwenden.

All diese Regelanpassungen versprühen Hoffnung. Und vielleicht findet sich doch noch das eine oder andere Turnier, an dem die Zerbster Voltis ihr Erlerntes zeigen können. Dass es geht, zeigen andere Landkreise, wo bereits erste Turniere, zum Beispiel in Prussendorf, Königsborn oder Wörmlitz, stattfanden.