Berlin (dpa) - Tracy Chapman, eine Ikone des engagierten Protests, agiert so gar nicht wie ein Superstar. Als höflicher Weltstar ist es nicht ihr Wesen, sich dem Publikum aufzudrängen, ihre Songs aber sollten immer wieder Gehör finden. Greatest Hits ist daher mehr als nur eine Hit-Auswahl.

Ihr zurückhaltendes, fast scheues Auftreten, die markante Stimme und die meist sparsam instrumentierten sozialkritischen Songs sind Erkennungszeichen der streitbaren und überaus sympathischen Sängerin aus den USA. Erst 1988 gelangte Tracy Chapman ins Bewusstsein einer interessierten Weltöffentlichkeit, als sie in dem weltweit ausgestrahlten Konzert zum 70. Geburtstag Nelson Mandelas überraschend als Ersatz für Stevie Wonder einsprang.

Das erste Album der 1964 geborenen Sängerin war eines der erfolgreichsten Debüts aller Zeiten. Für einen Erstling eher ungewöhnlich, gelangte es auf Platz eins in den Charts von Großbritannien, den USA und auch Deutschland, wo es sich sogar 95 Wochen oben hielt. Bis heute ein Bestseller im Ranking der weltweit am meisten verkauften Alben. Und auch die folgenden sieben bis 2008 folgenden Scheiben wurden Hits.

Bei allem Erfolg ist sich die vierfache Grammy-Preisträgerin fern aller Trends immer treu geblieben. Ihr vorrangiges Thema ist die Kehrseite des American Dream, soziale Probleme, Trostlosigkeit und die Verelendung der Armen. Gegen Benachteiligung und Unterdrückung singt sie an, aufrichtig und kompromisslos.

Die achtzehn Songs der aktuellen CD wurden neu remastert und sind von Tracy Chapman überwiegend nach den am meisten auf ihren Konzerten gewünschten Titeln ausgewählt worden. Dabei sind auch so bekannte Titel wie Baby Can I Hold You, Fast Car, Bang Bang Bang, Crossroads und natürlich Talkin' Bout A Revolution.

Tracy Chapman