BadKissingen l Unglaublich, was auf Rastplätzen alles passiert. Da werden unliebsame Hunde zurückgelassen, quengelnde Kinder vergessen - oder nervige Ehemänner ausgesetzt.

So wie in Nordbayern. Dort hat eine Frau aus Nordrhein-Westfalen kurzerhand ihre bessere Hälfte aus dem Auto geworfen. Wohl eine Kurzschlussreaktion, denn die Familie war auf dem Weg in den Südfrankreich-Urlaub. Bis es "ordentlich Zoff" gab, wie die Polizei mitteilte. Und die Frau samt Kindern davonbrauste.

Das kann schon mal passieren. Aber jedes normale Paar hätte den Streit bis zur nächsten Pinkelpause durchgezogen. An der Grenze statt Papieren die Vorwürfe und verbalen Entgleisungen noch einmal hervorgekramt. Hätte sich später beleidigt angeschwiegen und noch später, nach zwei, drei Gläsern Cognac, heißen Versöhnungssex gehabt.

Beim besagten Pärchen aber fuhr die Frau nach dem Streit heim und der 38-jährige Gehörnte ging zur Polizei. Was sagt man(n) in so einem Fall? "Grüß Gott. Meine Frau lässt mich nicht mehr im Auto mitfahren?" Oder: "Ich will nach Südfrankreich, sie will die Scheidung. Was mache ich jetzt, Herr Kommissar?"

Abholen wollte die Frau den Göttergatten jedenfalls nicht vom Präsidium. Das klingt nicht gerade nach einem "Happy End". Die Beamten besorgten ihm schließlich ein Zugticket. Tss. Ein echter Kerl weiß, wie er auch alleine nach Hause kommt. Und macht aus Beziehungsknatsch keine bundesweite Polizeimeldung. Also ich hätte den auch rausgeschmissen.